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Gott heilt heute, auf seine Weise

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Aufgrund von Scharlatanen und Trickkünstlern, die im Namen von Jesus Christus Heilung predigen, wie beispielsweise Benny Hinn, Oral Roberts, Peter Popoff und Reinhard Bonnke (und es gibt viele, viele mehr), muss ich etwas so deutlich machen wie ich nur kann. Obwohl ich weiß, dass göttliche Heilung heute noch genauso relevant ist wie eh und je und sowohl an mir selbst als auch an anderen viele wunderbare Heilungen erlebt habe, muss ich eine Warnung aussprechen und betonen, dass man sich täuscht wenn man zu diesen Fernsehevangelisten und populären „Heilern“ geht und befriedigende Ergebnisse erwartet. Gott ist nicht mit ihnen. Ich wiederhole: Gott ist nicht mit ihnen. Er ist zutiefst verärgert über diese gotteslästerlichen Kopien von Bileam und Kinder Nimrods. Sie sind anti-christlich, manche von ihnen absichtlich, bewusst und sogar nachweislich, während andere ernsthaft meinen, sie würden Gott dienen, jedoch verführt sind.

Über Letztere hat der Herr gesagt:

„Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben und in deinem Namen viele Taten vollbracht? Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; weicht von mir, ihr Übeltäter!“ (Matthäus 7:22-23)

Jegliche Heilung ist von Gott verfügbar für diejenigen des wahren Glaubens.

Heilt Gott heute Menschen sowohl von körperlichen als auch von anderen Leiden? Viele glauben das nicht. Während die meisten glauben, dass Gott überhaupt nicht heilt, glauben einige oder sind zumindest bereit, in Betracht zu ziehen, dass er geistliche oder innere Heilungen schenkt und das sei alles. Das Ziel dieser Abhandlung ist es, allen, denen es gegeben ist, zu hören und zu glauben, zu verkünden, dass jegliche Heilung körperlicher, mentaler und geistlicher Art von Gott tatsächlich zum gegebenen Zeitpunkt verfügbar ist und zwar für alle, die im wahren Glauben und Gehorsam leben. Die Aufzeichnung Gottes ist klar:

„Wirst du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen und tun, was vor ihm recht ist, und seine Gebote zu Ohren fassen und alle seine Satzungen halten, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich, der Herr, bin dein Arzt!“ (2. Mose 15:26)

Hier ist eine weitere, ewig sichere Verheißung Gottes für die Seinen:

„Wenn sich mein Volk, das nach meinem Namen genannt ist, demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht und wenden sich ab von ihren bösen Wegen, so will ich im Himmel hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.“ (2. Chronik 7:14)

Ich möchte allen eine einfache Frage stellen, die bekennen, zu glauben: Wenn du die erforderlichen Bedingungen erfüllst, die in dieser Schriftstelle dargelegt werden, wird Gott dann tun was er versprochen hat oder nicht? Falls nicht, solltest du dir einen anderen Gott suchen, einen, der die Wahrheit sagt und seine Versprechen hält. Wenn er hier nicht auch von körperlicher Heilung spricht oder diese mit einbezieht, wovon spricht er dann? Kannst du es sagen?

Doch ich weiß aus Erfahrung, dass derjenige, der hier spricht, der Herr Gott ist und dass man vollkommen darauf vertrauen kann, dass er seinen Teil der Abmachung erfüllt. Er ist treu. Wenn du seine Verheißung nicht erlebst, musst du ernsthaft in Betracht ziehen, dass auf deiner Seite irgendetwas nicht stimmt und dass du diese Bedingungen nicht erfüllst, die er erwartet. So einfach ist das. Niemand und nichts anderes trägt die Schuld daran.

Glaube und Gehorsam sind die Schlüssel zu den Segnungen Gottes.

Der Herr hat mir im Jahr 1976 einmal gesagt, dass er leidet weil seine Kinder leiden. Sie leiden, so sagte er, weil sie ihm aufgrund eines Mangels an Erkenntnis nicht gehorchen. Glaube und Gehorsam sind in jedem Aspekt des Lebens die Schlüssel oder der Schlüssel (sie sind eins) zu den Segnungen Gottes. Daraus folgt, wie die Bibel bestätigt, dass fast jede Krankheit auf einen Mangel an Glauben und Gehorsam zurückzuführen ist.

Diejenigen, die nicht glauben, argumentieren, dass die Worte aus dem 2. Buch Mose ausschließlich für das Israel des Altertums gemeint waren. Können sie mit Berechtigung so argumentieren? Lasst uns sehen, was der Apostel Paulus zu sagen hatte als er das Gesetz mit dem verglich (oder zu dem in Kontrast setzte) was auf das Gesetz folgte:

„Wenn aber der Dienst des Todes durch in Stein gegrabene Buchstaben von solcher Herrlichkeit war, dass die Kinder Israel nicht in das Angesicht Moses zu schauen vermochten wegen der Herrlichkeit seines Antlitzes, die doch vergänglich war, wie sollte denn nicht der Dienst des Geistes von weit größerer Herrlichkeit sein? Denn wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit hatte, wie viel mehr wird der Dienst der Gerechtigkeit von Herrlichkeit überfließen! Ja jenes, das herrlich war, ist überhaupt nicht herrlich im Vergleich zu diesem, das eine so überschwängliche Herrlichkeit hat. Denn wenn das, was aufhören sollte, mit Herrlichkeit kam, wie viel mehr wird das, was bleibt, in Herrlichkeit bestehen! Da wir nun solche Hoffnung haben, so gebrauchen wir große Freimütigkeit.“ (2. Korinther 3:7-12)

Ungläubige „Gläubige“ sagen im Grunde: Je mehr Herrlichkeit wir haben, desto weniger Heilung haben wir. Sie sagen: Gott hat denen unter dem Gesetz Heilung versprochen, doch diejenigen, die den Geist haben, müssen darauf gefasst sein, krank zu sein oder sogar an Krebs oder Herzkrankheit zu sterben. Als Christus nicht innen war, gab es Heilung, aber nun, wo Gott selbst, der Fürst des Lebens und der Gesundheit, in uns lebt, gibt es Krankheit und Tod ohne Rückhalt. Macht das Sinn? Wäre es nicht für einige besser, Christus wäre nicht gekommen, wenn er doch Gesundheit abgeschafft hat? Waren nicht die Hebräer unter Mose – zumindest in dieser Hinsicht – besser dran wenn wir der Argumentation jener glauben, die Gottes Willen leugnen, uns auch heute zu heilen und Gesundheit zu schenken?

Es ist ohne Frage Gottes Wille, dass wir Wohlbefinden haben.

Viele lesen die Psalmen und suchen darin nach Trost und Inspiration, ob sie nun meinen, Gottes Heilung sei nur für die alten Zeiten oder nicht. Wenn sie also würdig sind, zum Trost gelesen zu werden, warum sollen wir ihnen dann nicht glauben? Hier ist eine Erklärung für alle Zeiten:

„Von David. Lobe den Herrn, meine Seele, und alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen! Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat! Der dir alle deine Sünden vergibt und alle deine Gebrechen heilt; der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönt mit Gnade und Barmherzigkeit.“ (Psalm 103:1-4)

Es ist keine Frage, dass sowohl das Alte als auch das Neue Testament die sichere Heilung Gottes erklären. Es ist ohne Frage Gottes Wille, dass wir Wohlergehen haben. Jesus sagte:

„Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es im Überfluss haben.“ (Johannes 10:10)

„Mein Lieber, ich wünsche dir in allen Stücken Wohlergehen und Gesundheit, wie es deiner Seele wohl geht!“ (3. Johannes 1:2)

Sollten wir daher nicht bedenken, wenn wir Krebs oder eine andere, schreckliche Krankheit bekommen, dass es nicht der Wille Gottes ist, sondern der des Verderbers, so wie Jesus es gesagt hat? Warum sind wir so schnell dabei, aus Jesus Christus einen Lügner zu machen und die bösartige Tyrannei des Verderbers anzunehmen, ihm zu glauben und ihn zu ehren, wie es nur dem Herrn gebührt? Was für Narren wir doch sein können! Unglaube ist zweifellos der Stoff von Narren und für diesen Unglauben bezahlen wir teuer!

Was nützt es, wenn wir Christus predigen, es uns jedoch an Leben mangelt?

Hat Jesus Christus sich in seiner Gesinnung, seinem Willen oder seinen Wegen geändert? Folgendes hatte der Schreiber des Hebräerbriefs dazu zu sagen:

„Jesus Christus ist gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit!“ (Hebräer 13:8)

Im Neuen Testament wiederholt der Verfasser des Hebräerbriefs lediglich, was schon im Alten Testament erklärt wurde:

„Denn ich, der Herr, verändere mich nicht, darum seid ihr, Kinder Jakobs, nicht aufgerieben worden.“ (Maleachi 3:6)

Was nützt es, wenn wir anderen Jesus Christus predigen, durch unser Beispiel jedoch etwas repräsentieren, dem es so sehr an dem überströmenden Leben mangelt, das er uns zu schenken kam? Werden wir somit nicht als Narren erfunden, wenn nicht gar als Heuchler und Lügner? Natürlich! Weshalb Ausflüchte suchen? Weshalb rationalisieren? Weshalb nicht unseren Unglauben zugeben? Warum nicht eingestehen, dass wir Jesus Christus einen Lügner und den Teufel den unvermeidlichen Sieger nennen?

Vielleicht sind es nur bestimmte Krankheiten, die er abdeckt, und andere nicht? Wir wollen sehen:

„Der dir alle deine Sünden vergibt und alle deine Gebrechen heilt…“ (Psalm 103:3)

Was sind die Schlüssel zur Heilung? Jesus hat folgendes dazu gesagt:

„Da rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben!“ (Matthäus 9:29)

„Jesus aber sprach zu ihm: «Wenn du etwas kannst?» Alles ist möglich dem, der glaubt!“ (Markus 9:23)

Warum empfangen wir nicht? Jakobus, der viele geheilt hat, sagt dazu:

„Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, gleicht der Meereswoge, die vom Wind hin und her getrieben wird. Ein solcher Mensch denke nicht, dass er etwas vom Herrn empfangen werde. Ein Mann mit geteiltem Herzen ist unbeständig in allen seinen Wegen.“ (Jakobus 1:6-8)

Würde Jesus seine Jünger zum Heilen ermächtigen wenn es nicht sein Wille wäre, zu heilen?

Jesus sprach diese Worte über Heilung und Unglaube:

„In Wahrheit aber sage ich euch: Es waren viele Witwen in den Tagen Elias in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate lang verschlossen war, da eine große Hungersnot entstand im ganzen Land; und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt, sondern nur zu einer Witwe nach Sarepta in Zidonien. Und viele Aussätzige waren in Israel zur Zeit des Propheten Elisa; aber keiner von ihnen wurde gereinigt, sondern nur Naeman, der Syrer.“ (Lukas 4:25-27)

Es wird auch berichtet:

„Und er tat dort nicht viele Wunder um ihres Unglaubens willen.“ (Matthäus 13:58)

Jesus hat folgendes gesagt:

„Darum sage ich euch: Alles, was ihr im Gebet verlangt, glaubt, dass ihr es empfangen habt, so wird es euch zuteil werden!“ (Markus 11:24)

Glaube ist der Schlüssel. Der Apostel Johannes, der viele geheilt hat, sagt:

„Und das ist die Freimütigkeit, die wir ihm gegenüber haben, dass, wenn wir seinem Willen gemäß um etwas bitten, er uns hört. Und wenn wir wissen, dass er uns hört, um was wir auch bitten, so wissen wir, dass wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben.“ (1. Johannes 5:14-15)

Es erhebt sich die Frage: Ist es Gottes Wille, dass wir Heilung empfangen? Ich antworte mit einer Gegenfrage: Würde Jesus seinen Jüngern und Gläubigen die Vollmacht geben, zu heilen, wenn es nicht sein Wille wäre, dass Menschen geheilt werden? Warum sich damit befassen? Doch hier ist, was er allen versprochen hat, die glauben:

„Diese Zeichen aber werden die, welche glauben, begleiten: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.“ (Markus 16:17-18)

Wir müssen seinen Geboten gehorsam sein.

Ist Heilung für heute? Viele argumentieren, sie sei nur für die früheren Zeiten gewesen. Doch dieselben Leute erklären, dass sie nur glauben, was die Bibel zu sagen hat, sonst nichts. Wo, frage ich dann, finden sie in der Bibel, dass Heilung nur für die früheren Zeiten war?

Hat Jesus gesagt: „Diese Zeichen werden die, welche in den früheren Zeiten geglaubt haben, begleiten oder „Diese Zeichen werden die begleiten, die glauben, aber nur bis die Bibel vervollständigt ist?“ Hat er Einschränkungen gemacht? Oder machen Menschen aus Unglauben und Verleugnung des Herrn, der ihre Krankheiten heilt, diese Einschränkungen?

Um diese Frage zu beantworten: wenn du keine Belege dafür findest, dass Jesus diese Einschränkungen gemacht hat, dann haben Menschen sie gemacht. Wenn das so ist, wem wirst du glauben? Wirst du den Lügen dieser Menschen glauben und sterben oder wirst du Gottes Wort, seiner Wahrheit, glauben und leben?

Wenn irdische Ärzte, die böse sind, versuchen, ihre Patienten zu heilen, die zu ihnen kommen und oft Erfolg dabei haben, wie viel mehr wird der himmlische Vater diejenigen heilen, die zu ihm kommen? Wirst du kranken Patienten glauben, die nicht auf den Großen Arzt vertrauen oder wirst du dem Großen Arzt glauben, der sich danach sehnt und bereit ist, die Kranken zu heilen?

Jesus hat gesagt:

„Wenn nun ihr, die ihr arg seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wie viel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten! Alles nun, was ihr wollt, dass die Leute euch tun sollen, das tut auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten.“ (Matthäus 7:11-12)

Weshalb sollten wir nicht glauben? Weshalb glauben wir nicht? Ich werde dir sagen, warum. Es ist aufgrund von Sünde. Nach seiner Frage gibt Jesus die Antwort. Behandelt andere so, wie ihr wollt, dass sie euch behandeln sollen. Das beinhaltet vor allem Gott. Wir müssen seinen Geboten gehorchen wenn wir von ihm erwarten, dass er unsere Bitten erhört. Jesus hat folgendes gesagt:

„Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir; er lässt mich nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm gefällt.“ (Johannes 8:29)

Wir müssen alles bekennen; Sünden und falsche Götter blockieren den Weg.

Bekennen von Sünde

Es steht auch geschrieben:

„Wir wissen, dass Gott nicht auf Sünder hört; sondern wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den hört er.“ (Johannes 9:31).

Wir müssen mit Gott ins Reine kommen und alles bekennen. Sünden und falsche Götter blockieren den Weg zu seiner Gunst. Wahrhaftig, sie bringen seinen Zorn. Weißt du, was deine Sünde oder dein Götze ist? Einige wissen es, viele nicht. Ich habe Götter und Sünden in meinem Leben gehabt, deren ich mir nicht bewusst war. Unsere Sünde nicht zu kennen spricht uns nicht frei von Schuld. Sünde ist immer noch Sünde und kann nicht unangesprochen bleiben. Was tun wir also, wenn wir unsere Sünde nicht kennen? Wir müssen Gott bitten, uns unsere Sünde zu offenbaren:

„Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prüfe mich und erkenne, wie ich es meine; und siehe, ob ich auf bösem Weg bin, und leite mich auf ewigem Weg!“ (Psalm 139:23-24)

„Du hast unsere Missetaten vor dich hingestellt, unsere verborgenen Sünden in das Licht deines Angesichts.“ (Psalm 90:8)

„Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so verführen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns; wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.“ (1. Johannes 1:8-10)

Nun beachte eine weitere Verheißung, die Jesus gemacht hat:

„Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.“ (Johannes 14:21)

Sollte er jemanden, der ihn liebt und ihm gehorcht und dem er sich offenbart, in Krankheit dahin siechen lassen oder sogar bis zum Tod unter Krankheit leiden lassen? Nur Unglaube wird so denken. Wie sehr Unglaube doch den Charakter Gottes diffamiert! Steht er treu zu seinem Wort oder nicht?

Noch einmal: Jesus hat gesagt:

„Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit meine Schafe Leben haben und es im Überfluss haben.“ (Johannes 10:10)

Glaube ist die Erkenntnis Gottes und seiner Wege, Freundschaft mit Gott.

Weshalb bittest du nicht? Jakobus sagt:

„Ihr seid begehrlich und habt nicht, ihr mordet und eifert und könnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und führt Krieg. Ihr erlangt es nicht, weil ihr nicht bittet…” (Jakobus 4:2-3a)

Weshalb bittest du?

„Ihr bittet und bekommt es nicht, weil ihr übel bittet, um es mit euren Begierden zu verzehren.“ (Jakobus 4:3b)

Glauben

Doch was ist Glauben? Glauben ist keine Willenskraft, wie manche meinen. Glauben ist keine Sache der Konzentration. Glauben ist keine mentale Angelegenheit. Glauben ist eine geistliche Gabe Gottes. Lass’ mich Glauben definieren: Glauben ist die Erkenntnis Gottes und seiner Wege. Glauben ist Freundschaft mit Gott. Wahrer Glaube setzt sich um in Gehorsam. Gehorsam erwächst aus der Liebe zu Gott. Jesus sagt: „Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt…“

Glauben ist Vertrauen auf, Abhängigkeit von und Verlass auf Gott, trotz externer Anzeichen für das Gegenteil. Glauben ist auch ein tief greifendes Empfinden der eigenen Unwürdigkeit. Als die Jünger zu Jesus kamen und ihn baten, ihren Glauben zu vermehren, sagte er ihnen folgendes:

„Und die Apostel sprachen zum Herrn: Mehre uns den Glauben! Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich und verpflanze dich ins Meer! Und er würde euch gehorchen. Wer aber von euch wird zu seinem Knecht, der pflügt oder weidet, wenn er vom Feld heimkommt, sagen: Komm sofort her und setz’ dich zu Tisch? Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendbrot, schürze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe, und danach iss und trink du? Dankt er wohl dem Knecht, dass er getan hat, was ihm befohlen war? Ich glaube nicht! So auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun schuldig waren!“ (Lukas 17:5-10)

Glauben ist keine Angelegenheit religiöser Lehre oder Philosophie.

Wir alle wenden uns an Gott für Dinge, die wir wollen oder brauchen, doch das ist kein Glaube. Jakobus sagt folgendes:

„Du glaubst, dass ein einziger Gott ist? Du tust wohl daran! Auch die Dämonen glauben es und zittern. Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, dass der Glaube ohne Werke fruchtlos ist?“ (Jakobus 2:19-20)

So oft hört man Menschen sagen: „Oh, ich glaube an Gott…ich bin katholisch“ oder „Ich bin vom presbyterianischen Glauben“ oder „Ich gehe zur Kirche“ oder „Ich bin getauft worden” oder “Ich bin in dieser oder jener Glaubensgemeinschaft aufgewachsen“ oder „Meine Mutter hat uns aus der Bibel vorgelesen“ oder „Mein Vater ist Pastor“ oder „Ich bete Gott in der Natur an“ oder „Er ist überall in allem“ oder „Im Grunde glaubt doch jeder“ oder „Ich bin Ältester“ oder „Ich singe im Gemeindechor“ oder „Ich diene in einem Gemeindegremium“ oder führen viele anderer solcher „Empfehlungen“ an um darauf hinzuweisen, dass sie Christen sind oder an Gott glauben.

An Gott zu glauben hat nichts mit Religion oder Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft oder mit irgendeiner anderen Art von externen Werken zu tun. Glauben ist keine Angelegenheit religiöser Lehre oder Philosophie oder einer amtlichen Position. Der Papst in Rom glaubt nicht. Billy Graham glaubt nicht. Fast alle Prediger, Pastoren, Glaubensheiler und Evangelisten glauben nicht. Überrascht? Es ist wahr.

Die Pharisäer und andere Glaubensgemeinschaften in den Tagen von Jesus haben nicht geglaubt, oder? Der Sanhedrin ebenfalls nicht. Glauben ist eine individuelle Angelegenheit; es ist eine geistliche Essenz, eine Gabe Gottes, gewährt wem er will, wodurch man auf den lebendigen Gott vertraut und ihm das Herz geöffnet wurde. Gesegnet ist derjenige, der glaubt. Wie es einmal jemand ausgedrückt hat: „Zur Kirche zu gehen macht dich nicht mehr zu einem Gläubigen als dich der Aufenthalt in einer Garage zu einem Auto macht.“

Die Heilung von Sündern durch Glauben ist nicht dasselbe wie der Wandel des Glaubens.

In alldem muss darauf hingewiesen werden, dass es eine Dimension des Glaubens gibt, die, obwohl nicht der vollkommene Wille Gottes, dennoch bei der Heilung vieler wirksam ist. Das ist die Art von Glauben, den die neun von zehn Aussätzigen aufwiesen, die von Jesus geheilt wurden und die nicht zurückkehrten um Gott die Ehre zu geben. Sie hatten was sie wollten, was sie durch Glauben empfangen hatten, doch ihr Glauben wurde nicht vollkommen weil sie nicht zum Geber und der Quelle zurückkehrten, nicht nur um Dank zu sagen, sondern auch um ihm anzuhängen und durch ihn zu leben. Das ist das wahre Ziel des Glaubens von Christus; Versöhnung mit und Rückkehr zu Gott.

Die Heilung von Sündern durch Glauben, die Christus niemandem versagte, der zu ihm kam (er lässt die Sonne auf die Guten und auf die Bösen scheinen), ist nicht dasselbe wie der Wandel des Glaubens zur Erlösung. Sie mag ein Teil davon sein, doch man muss den ganzen Weg gehen und bis zum Ende ausharren, wie Jesus sagte, um gerettet zu werden. Das ist die Bedeutung der folgenden Warnung, die er einem Mann mit auf den Weg gab, der durch Glauben geheilt wurde:

„Danach findet ihn Jesus im Tempel und spricht zu ihm: Siehe zu, du bist gesund geworden; sündige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas Ärgeres widerfahre.“ (Johannes 5:14)

Ja, es ist gut, geheilt zu werden. Doch verwechsle nicht das Geschenk der Heilung von Gott mit Erlösung und dem Leben in seiner Gerechtigkeit. Der Herr warnt uns, nicht mehr zu sündigen. Wichtiger noch: wenn die zugrunde liegende Sündennatur, die verantwortlich für Krankheit und Tod ist, nicht angesprochen wird, werden auf lange Sicht noch mehr unerwünschte Folgen geerntet, selbst in nachfolgenden Generationen. Der Herr ist gekommen um nicht nur mit unseren Sünden aufzuräumen, sondern auch ein für allemal mit der Sündennatur, indem er den Menschen der Sünde fortschafft, der in jeder Person wohnt. Dann ist das Wort erfüllt:

„Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ (Offenbarung 21:4)

Die Eingeborenen begannen fast sofort, Heilungen zu erleben.

Befreiung von der Sündennatur ist die Absicht und der Dienst von Christus, was von ihm nur in seinen Dienern durchgeführt werden kann. Heilungen durch Glauben, die ebenfalls von seinen Dienern ausgeführt werden, können auch durch diejenigen kommen, die nicht die Seinen sind. Es gibt einige bemerkenswerte Beispiele von Heilungen, die infolge dessen zustande kamen, dass Menschen den Glauben hatten, geheilt zu werden, ungeachtet des Glaubens derjenigen, durch die diese Heilungen ermöglicht wurden.

Im 16. Jahrhundert beispielsweise berichtete ein Spanier namens Cabeza de Vaca, wie er und seine Gefährten bei der Heilung vieler nordamerikanischer Eingeborener dienlich waren. Die Spanier, die Schiffbruch erlitten hatten, waren zahlenmäßig wenige und den Eingeborenen ausgeliefert. Als eine Gruppe Eingeborener sie um Heilung bat, für die sie weder das medizinische Wissen noch Glauben hatten, sahen sie sich in einer Situation mit dem Rücken zur Wand und ohne Ausweg.

Nicht wissend, was sie sonst tun sollten, machten sie als treue Katholiken das Kreuzzeichen über den Eingeborenen und beteten so gut sie konnten, ohne viel zu erwarten und sich in Gottes Hand befehlend. Die Eingeborenen begannen fast sofort, Heilungen zu erleben. Die Nachricht verbreitete sich. Weitere Eingeborene kamen und baten um Heilung und De Vaca berichtet sogar, dass er für einen Eingeborenen betete, der von den Toten auferweckt wurde.

Es scheint, als habe einfach große Macht im Glauben der Eingeborenen gelegen, dass die Spanier die Kraft der Heilung besaßen. Das inspirierte im Gegenzug den Glauben De Vacas daran, was Gott für sie tun könnte und würde. Es geschah ihnen nach ihrem Glauben.

Das mag die Effektivität von Placebos erklären. Menschen glauben, dass, was immer es auch ist, helfen wird, was die geistliche, unsichtbare Kraft im Menschen mobilisiert, der im Ebenbild Gottes geschaffen ist. Es steckt Kraft im Glauben, selbst im gefallenen Menschen. Wie Paulus zu den abergläubigen Athenern über Gott sagte:

„Denn in ihm, dessen Gegenwart alles durchdringt, leben wir, bestehen wir und sind wir. Oder, wie es einige eurer eigenen Dichter ausgedrückt haben: Er ist es, von dem wir abstammen.“ (Apostelgeschichte 17:28)

Die Mutter glaubte und ihr Glaube machte ihre Tochter gesund.

Ein weiteres Beispiel dafür, was eine übernatürliche Heilung zu sein scheint, widerfuhr Charles Templeton, einem kanadischen Evangelisten aus der Mitte des 20. Jahrhunderts. Hier ist Templetons Bericht über den Vorfall, den er Jahre später weitergab, nachdem er zugegeben hatte, dass er nie wirklich geglaubt hatte und ein Agnostiker war. In diesem Fall ist es offensichtlich, dass die Mutter, die um Gebet bat, wirklich glaubte und es war ihr Glaube, der ihre Tochter gesund machte:

Ich hatte, wenn die Bitte an mich herangetragen wurde, schon oftmals für die Kranken gebetet, es hatte jedoch nie gewirkt. Ich predigte nie über Glaubensheilung, nahm selten Bezug darauf und äußerte mich öffentlich kritisch über Evangelisten, die sie zu ihrem Hauptthema machten. Ich betrachtete sie als nebensächlich und, in den Händen von Scharlatanen, als gefährlich.

Dennoch ging ich an einem Sonntagnachmittag auf die Bitte einer Frau hin, die die Gemeinde besuchte, zu einem dieser kleinen, wie Kisten aussehenden Häuser, die im Osten Torontos so verbreitet sind. Ihre kleine Tochter war mit Missbildungen geboren worden. Der große Muskel an der rechten Seite des Halses war mit dem linken Schlüsselbein verbunden, was den Kopf des Babys zwingend nach links verdrehte. Wie ich es verstand, gab es eine Verknüpfung des Muskels und der Drosselvene, was es unmöglich machte, das Problem operativ zu korrigieren. Einmal pro Woche brachte die Frau das Kind in ein spezielles Kinderkrankenhaus für muskuläre Rehabilitation. Der Kopf des Babys wurde dort wiederholt nach rechts gedreht um den Muskel zu dehnen, so dass es in späteren Jahren in der Lage sein würde, mehr oder weniger nach vorne zu schauen. Die Mutter musste die Therapie jeden Tag trotz der Schreie des Babys zehn Minuten lang wiederholen. Sie empfand das als unerträglich und bedrängte mich daher, zu kommen und zu beten, dass das Baby geheilt werden möge.

Ich ging zögernd und fühlte mich wie ein Quacksalber. Das Baby lag im Schlafzimmer in seiner Wiege. Ich gab etwas Olivenöl auf meine Finger, kniete mich gemeinsam mit der Mutter hin, legte meine Hände auf das Kind und betete. Ich hatte keinerlei Erwartung, dass das Kind geheilt werden würde. Mit den gewandten Worten auf meiner Zunge dachte ich an die Frau – an ihren Schmerz und wie entmutigt sie sein würde wenn das Baby unverändert war und weitere Monate quälender Therapie vor ihr lagen. Zum Schluss standen wir wieder auf und kehrten ins Wohnzimmer zurück. Ich suchte in mir nach Floskeln, mit denen ich ihr Mut zusprechen und ihre Enttäuschung lindern könnte. Wir saßen ein paar Minuten lang da und unterhielten uns, ich in einem Stuhl und sie auf dem Sofa gegenüber. Ich fragte: „War der Kopf des Babys nicht nach links gedreht?“ Das Baby schaute nach rechts und wandte sich dann um, um mich anzusehen. Die Frau wurde ohnmächtig und als sie begann, zu Boden zu gleiten, fing ich das Baby auf und legte es auf das Sofa. Als die Frau wieder zu sich kam, war sie fast hysterisch. Ich sagte ihr, sie solle im Krankenhaus erzählen, was passiert war.

Vier Jahre später kam New World, eine kanadische Imitation des Magazins Life, zu mir auf der Suche nach einer Idee für eine Story. Sie planten, in ihrer Osterausgabe einen Artikel unter der Überschrift „Was mein Glaube mir bedeutet“ zu veröffentlichen. Ich schickte sie zu dieser Frau und in das Kinderkrankenhaus. Sie brachten die Story und ein ganzseitiges Bild von der Mutter und dem Kind, das zwischenzeitlich ein kleines Mädchen und offenkundig normal war.

Heilung durch Glauben zu empfangen ist eine Segnung vom Himmel, wie die Sonne, die scheint oder der Regen, der auf den Menschen fällt. Was jedoch noch besser ist, ist, Christus zu empfangen und in seinem vollkommenen Willen zu leben, was Gesundheit an Leib, Seele und Geist beinhaltet.

Wenn Gott alleine zählt, wird dir alles gehören.

Das Geheimnis

Was ist mit Gottes Bedürfnissen und Gefühlen? Was ist mit seinem Willen? Salomo schrieb: „Der Reiche hat viele Freunde.“ Gott ist reich und somit hat er viele Freunde. Sie sind fast ausnahmslos kriecherisch und eine seltsame Mischung aus „Schönwetter/Schlechtwetter“ Freunden. Wenn die Dinge (für sie) gut laufen, ignorieren sie Gott. Wenn die Dinge schwierig werden, appellieren sie an ihn. Nur selten wird ein Gedanke an seine Belange verschwendet.

Die Leute scheinen zu meinen, weil er Gott ist, braucht er keine Freunde; doch Abraham, der Vater des Glaubens und derer, die glauben, war als der Freund Gottes bekannt. Er hatte Glauben. Ihm war Gott wichtig, durch Gottes Gnade.

Hier ist das Geheimnis für das Leben und alle Dinge. Bist du bereit? Das könnte das Wichtigste sein, was ich je gesagt habe und das Wichtigste, was du je gehört hast. Hier ist es:

In welchen schrecklichen oder beunruhigenden Umständen auch immer wir uns befinden, es gibt ein dem zugrunde liegendes Problem. Sobald wir bereit sind, von Gott zu hören, was das Problem ist, es anzuerkennen, ihm ins Auge zu sehen und entschieden sind, zu tun was auch immer nötig ist um es auf die für Gott annehmbare Art zu lösen, wobei wir alle Brücken hinter uns abbrechen, und das Ganze ohne jegliche Hintergedanken oder Gelegenheit zum Rückzug tun, haben wir die „Lösungslinie“ überschritten.

Der Verzicht beinhaltet alles und jedes, was Gott zu tun beschließt, selbst den Tod, wenn es sein muss. Das erinnert mich an ein Lied von Kris Kristofferson mit dem Titel Me and Bobby McGee, in dem die Worte „Freiheit ist nur ein anderes Wort dafür, nichts mehr zu verlieren zu haben“ vorkommen. Wahre Worte.

Wenn du an den Punkt kommst, wo Gott (Jesus Christus) allein zählt, wenn du ihn wegen dem suchst, was er will und nicht für das, was du willst, wird alles dir gehören. „Nicht mein Wille, sondern deiner geschehe.“ Mit diesen Worten hat Jesus den Tod selbst und alle Mächte der Finsternis überwunden. Mit diesen Worten, ausgeführt bis zum Äußersten, wurde ihm alle Macht und Autorität im Himmel und auf Erden gegeben. Er wurde der Herr der Herren und der König der Könige. Er regiert weil er seinen Willen unterordnete und sich den des Vaters zu Eigen machte.

Das ist das Geheimnis zur Schatzkammer Gottes, in der man den Wunsch seines (erneuerten) Herzens und alle Dinge findet, die notwendig sind…garantiert. Du kannst nicht deinen eigenen Dingen nachgehen und erwarten, dass Gott dich ehrt. Er ist nicht naiv oder töricht, aber du bist ihm wichtig genug um dich nicht mit solch einer Haltung davonkommen zu lassen.

Wenn wir irgendeine Hoffnung in irgendjemand oder irgendetwas anderes als Gott setzen, wenn wir immer noch irgendeine Abhängigkeit irgendwo anders festhalten, werden wir unsere Belohnung von Gott nicht empfangen. Er wird uns erlauben, alle anderen Wege auszuschöpfen, von denen wir meinen, dass sie uns offen stehen, bevor er antwortet. Jakobus sagt:

„Naht euch Gott, so naht er sich euch! Reinigt die Hände, ihr Sünder, und macht eure Herzen keusch, die ihr geteilten Herzens seid!“ (Jakobus 4:8)

Gott arbeitet nicht mit Unabhängigen, sondern mit seinem Leib.

Es gibt diejenigen, die meinen, sie hätten es nicht nötig, dass jemand anderer für sie betet. „Wenn ich etwas von Gott will, hole ich es mir selbst.“ Was hat Jakobus dazu zu sagen?

„Ist jemand von euch krank, der lasse die Ältesten der Gemeinde zu sich rufen; und sie sollen über ihn beten und ihn dabei mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden begangen hat, so wird ihm vergeben werden. So bekennt denn einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es ernstlich ist.“ (Jakobus 5:14-16)

Paulus sagt, dass Gott nicht mit „Einzelkämpfern“ arbeitet, mit den Unabhängigen, sondern mit und durch seinen Leib:

„Auch gibt es verschiedene Dienstleistungen, doch ist es derselbe Herr; und auch die Kraftwirkungen sind verschieden, doch ist es derselbe Gott, der alles in allen wirkt. Einem jeglichen aber wird die Offenbarung des Geistes zum allgemeinen Nutzen verliehen. Dem einen nämlich wird durch den Geist die Rede der Weisheit gegeben, einem anderen aber die Rede der Erkenntnis nach demselben Geist; einem anderen Glauben in demselben Geist; einem anderen die Gabe gesund zu machen in dem gleichen Geist; einem anderen Wunder zu wirken, einem anderen Weissagung, einem anderen Geister zu unterscheiden, einem anderen verschiedene Arten von Sprachen, einem anderen die Auslegung der Sprachen. Dieses alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der einem jeden persönlich zuteilt, wie er will. Denn gleichwie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl ihrer viele sind, doch nur einen Leib bilden, so auch Christus. Denn wir wurden alle in einem Geist zu einem Leib getauft, seien wir Juden oder Griechen, Knechte oder Freie, und wurden alle mit einem Geist getränkt. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. Wenn der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum gehöre ich nicht zum Leib, so gehört er deswegen nicht weniger dazu! Und wenn das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum gehöre ich nicht zum Leib; so gehört es deswegen nicht weniger dazu! Wäre der ganze Leib Auge, wo bliebe das Gehör? Wäre er ganz Ohr, wo bliebe der Geruch? Nun aber hat Gott die Glieder, jedes einzelne von ihnen, so am Leib gesetzt, wie er gewollt hat. Wenn aber alles ein Glied wäre, wo bliebe der Leib? Nun aber gibt es viele Glieder, doch nur einen Leib. Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich brauche dich nicht, oder das Haupt zu den Füßen: Ich brauche euch nicht! Vielmehr sind gerade die scheinbar schwächeren Glieder des Leibes notwendig, und die wir für weniger ehrbar am Leib halten, die umgeben wir mit desto größerer Ehre, und die uns übel anstehen, die schmückt man am meisten; denn die uns wohl anstehen, bedürfen es nicht. Gott aber hat den Leib so zusammengefügt, dass er dem dürftigeren Glied umso größere Ehre gab, damit es keinen Zwiespalt im Leib gebe, sondern die Glieder gleichmäßig füreinander sorgen. Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit. Ihr aber seid Christi Leib, und jedes in seinem Teil Glieder. Und so hat Gott in der Gemeinde gesetzt erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, danach Wundertäter, sodann die Gaben der Heilung, der Hilfeleistung, der Verwaltung, verschiedene Sprachen. Es sind doch nicht alle Apostel, nicht alle Propheten, nicht alle Lehrer, nicht alle Wundertäter? Haben alle die Gaben der Heilung? Reden alle mit Zungen? Können alle auslegen? Strebt aber nach den besten Gaben; doch zeige ich euch jetzt einen noch weit vortrefflicheren Weg….“ (1. Korinther 12:5-31)

Stolz lässt jeden auf der Stelle zum Stillstand kommen.

Weshalb besitzen viele nicht ihre notwendigen Heilungen? Hier ist Gottes Antwort für einige:

„Gott widersteht den Stolzen; aber den Demütigen gibt er Gnade.“ (Jakobus 4:6)

Stolz lässt jeden auf der Stelle zum Stillstand kommen. Es ist überliefert, dass:

„Deshalb umgibt sie der Hochmut wie ein Halsgeschmeide, Gewalttat umhüllt sie wie ein Gewand.“ (Psalm 73:6)

Die Bibel sagt folgendes:

„Wir wissen aber, dass Gott Sünder nicht hört, sondern wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen tut, den hört er.“ (Johannes 9:31)

Wo Gottesfurcht ist, da ist kein Stolz. Wo Stolz ist, da ist keine Gottesfurcht. Und wo keine Gottesfurcht ist, da ist kein Gehorsam gegenüber Gott und Gott hört die Gebete der Ungehorsamen nicht. Das ist der Grund dafür, dass viele zu ihm um Heilung beten und sie nicht empfangen.

„Gescholten hast du die Übermütigen, die Verfluchten, welche abirren von deinen Geboten.“ (Psalm 119:21)

Entschuldigungen und Rechtfertigungen

Satan

Häufig hört man, dass Menschen Satan, böse Geister und Flüche für ihre Krankheiten verantwortlich machen. Doch ist Satan der Schuldige? Obwohl er der Verderber ist und Übel bringt, ist es ihm denn nicht erlaubt, das zu tun – und falls ja, warum?

Die Wahrheit ist, dass Satan nur tun kann, wozu er „befugt“ ist. Wenn wir sündigen, hat er das Recht, uns Böses anzutun. Er ist Gottes Botschafter und Diener im Bereich des Bösen. Daher sind wir töricht, wenn wir ihn beschuldigen.

Wenn wir irgendetwas oder irgendjemand außer uns selbst beschuldigen können, dann lasst uns Gott beschuldigen, denn er ist derjenige, der alle Dinge beherrscht. Er steht über Satan. Der Schwarze Peter bleibt bei ihm.

Doch wir alle wissen, dass Gott nicht nur allmächtig, allwissend und allgegenwärtig ist, sondern auch ganz und gar gerecht in seinen Urteilen, daher können wir ihn nicht mit Fug und Recht beschuldigen. Wenn Gott der souveräne Herrscher über alle Dinge ist, sei es Gutes als auch Böses, können wir nur zu der logischen Schlussfolgerung gelangen, dass wir uns zuerst vor allem selbst unter die Lupe nehmen müssen wenn wir nach der Ursache für unsere Leiden und unser Elend suchen.

Daher haben wir lediglich uns selbst anzuklagen wenn uns Böses widerfährt, wenn überhaupt jemand anzuklagen ist.

Wenn Satan involviert ist, kann es gut sein, dass Gott ihn geschickt hat.

Wenn wir das Buch Hiob lesen, stellen wir fest, dass Hiob in jeder Hinsicht gesegnet war. Satan beklagte sich darüber, dass ein Schutzzaun um ihn herum errichtet war, so dass er Hiob nicht antasten konnte. Gott regiert. Die einzige Möglichkeit für Satan, ihn anzutasten, bestand darin, dass Gott es erlaubte. Darüber hinaus konnte Satan selbst innerhalb seiner Beauftragung, sein Übel auszuführen, nur bis zu einem bestimmten Punkt gehen und durfte das Leben von Hiob nicht antasten (Hiob 2:6). Was ihm zu tun erlaubt war, geschah mit einer Absicht und als der Job erledigt war, verabscheute Hiob sich für seine Selbstgerechtigkeit und „tat Buße in Staub und Asche“ (Hiob 42:5-6). Er kam in das siegreiche Leben Gottes und trat ein in seine Ruhe.

Daher muss man vorsichtig sein, wenn man in Betracht zieht, Satan zurechtzuweisen, wie viele es mit großer Begeisterung und Renitenz in Unwissenheit tun und „die Ausübung ihrer Autorität und Vollmacht in Christus“ zur Schau stellen.

„Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise mit ihren Träumereien das Fleisch, verachten die Herrschaft und lästern die Majestäten. Der Erzengel Michael dagegen, als er mit dem Teufel in Streit geriet und über den Leib Moses verhandelte, wagte kein lästerndes Urteil zu fällen, sondern sprach: «Der Herr strafe dich!» Diese aber lästern alles, was sie nicht verstehen; was sie aber von Natur wie die unvernünftigen Tiere wissen, darin verderben sie sich.“ (Judas 1:8-10)

Wenn Satan involviert ist, kann es gut sein, dass Gott ihn geschickt hat, so wie er es im Fall von Hiob tat:

„Da sprach der Herr zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand; nur nach ihm selbst strecke deine Hand nicht aus! Also ging der Satan aus von dem Angesicht des Herrn.“ (Hiob 1:12)

Und:

„Da sprach der Herr zum Satan: Siehe, er ist in deiner Hand; nur schone seines Lebens!“ (Hiob 2:6)

Das gilt auch für böse Geister:

„Und damit ich mich der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe. Seinetwegen habe ich dreimal den Herrn gebeten, dass er von mir ablassen möchte. Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne.“ (2. Korinther 12:7-9)

„Und der Herr sprach: Wer will Ahab überreden, dass er hinaufziehe und zu Ramot in Gilead falle? Und einer sagte dies, der andere das. Da ging ein Geist aus und trat vor den Herrn und sprach: Ich will ihn überreden! Der Herr sprach zu ihm: Womit? Er sprach: Ich will ausgehen und ein Lügengeist sein im Munde aller seiner Propheten! Er sprach: Du sollst ihn überreden, und du wirst es auch vermögen! Gehe aus und tue also! Und nun siehe, der Herr hat in den Mund aller dieser deiner Propheten einen Lügengeist gelegt, und der Herr hat Unglück über dich beschlossen!“ (1. Könige 22:20-23)

Ich sage nicht, dass es nicht Raum dafür gibt, Dämonen auszutreiben oder sogar Satan zurechtzuweisen; es gibt ihn für Gläubige (Markus 16:17). Ich sage lediglich, dass man dies durch Offenbarung tun muss und so, wie man vom Geist Gottes geführt wird, damit man kein Ärgernis erregt.

Hiobs Geschichte beweist das wunderbare Werk Gottes im Leben eines Menschen, einschließlich Heilung.

Hiob

Einige benutzen Hiob als Beispiel um ihren Mangel an Heilung zu rechtfertigen. Doch hier sind einige Kennzeichen von Hiobs Leiden, die nicht auf jene Kranken zutreffen, die Ausflüchte machen und sich mit Hiob vergleichen:

Erstens litt Hiob in jeglichem Lebensbereich gleichzeitig und plötzlich, finanziell, familiär, sozial, körperlich und mental.

Zweitens war Hiobs äußerlicher Lebenswandel vorbildlich, ganz im Gegensatz zum Leben vieler, die sich mit Hiob vergleichen.

Drittens ist Hiob nicht zugrunde gegangen. Im Gegenteil, alles wurde ihm zweifach erstattet, sogar seine Jahre.

Viertens diente Hiob als klassisches Beispiel für alle. Seine vom Himmel angeordnete Prüfung war eine Demonstration dessen, wie Gott mit einem Menschen verfährt, der auf seine eigene Tugend und Gerechtigkeit vertraut.

Fünftens beweist – nicht leugnet – Hiobs Geschichte das wunderbare Werk Gottes im Leben eines Menschen, einschließlich Heilung. Diejenigen, die mit vielen Problemen behaftet sind, gehen im Gegensatz zu Hiob, der zu einem neuen Verständnis Gottes gelangte, gewöhnlich daran zugrunde.

Gott erlegte Paulus dieses Problem auf um ihn demütig zu halten.

Paulus

Sein Pfahl im Fleisch

Einige benutzen Paulus’ „Pfahl im Fleisch“ als Entschuldigung und nehmen an, es habe sich dabei um eine körperliche Krankheit gehandelt, was nicht zutrifft. Paulus hat deutlich folgendes erklärt:

„Und damit ich mich der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, dass er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe. Seinetwegen habe ich dreimal den Herrn gebeten, dass er von mir ablassen möchte. Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohne. Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Misshandlungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark.“ (2. Korinther 12:7-10)

Hier wird nirgendwo eine Krankheit oder ein Gebrechen erwähnt. Paulus hatte einen Überfluss an Offenbarungen von Gott. Wer kann das bestreiten, wenn man seine vielen Briefe liest und angesichts der Tatsache, dass so viele durch das Hören seiner Evangeliumsbotschaft gerettet werden? Gott erlegte Paulus dieses Problem auf, um ihn demütig zu halten. Selten verfügen diejenigen, die unter Krankheiten leiden, über einen Überfluss an Offenbarungen oder irgendeinen anderen großen geistlichen oder göttlichen Schatz oder eine besondere Tugend. Ausnahmslos erlebe ich sie voller Unglauben, feststeckend in ihren voreingenommenen, babylonischen Lehren und ihrer verfinsterten Religiosität, nichts wissend, aber dennoch meinend, sie wüssten so viel.

Seine Sehkraft

Eine verbreitete Spekulation in evangelikalen Kreisen besagt, dass Paulus Probleme mit seiner Sehkraft hatte. Diese Auffassung scheint ihren Ursprung in dem Verlangen zu haben, zu „beweisen“, dass selbst Männer Gottes, große Beispiele des Glaubens, krank sein können und dass es daher in Gottes Augen kein Problem ist, wenn andere Gläubige krank sind. Lasst uns einen Blick auf die relevanten Passagen werfen:

„Ihr wisst aber, dass ich bei leiblicher Schwachheit euch zum ersten Mal das Evangelium verkündigt habe. Und ihr habt die mir am Fleisch widerfahrene Anfechtung nicht gering geschätzt oder gar verabscheut, sondern wie einen Engel Gottes nahmt ihr mich auf, wie Christus Jesus. Was ist nun aus eurer Glückseligkeit geworden? Denn ich gebe euch das Zeugnis, dass ihr wenn möglich eure Augen ausgerissen und mir gegeben hättet.“ (Galater 4:13-15)

In diesem Fall sehen wir nicht mehr als einen Ausspruch, der verwendet wird um das große Mitgefühl zu beschreiben, das die Galater für Paulus hatten, aus welchem Grund auch immer. So einfach ist das. Es wird nicht gesagt, um was es sich bei seiner Anfechtung im Fleisch handelte. Weshalb etwas ableiten, was nicht da steht? Weshalb Vermutungen anstellen? Warum spekulieren? Ich werde dir sagen, warum. Um irgendeine Entschuldigung zu finden, mit der sich rechtfertigen lässt, dass man an seinen Göttern und Sünden festhält. Darum.

Wäre es nicht weitaus besser und einfacher, Buße zu tun, zu glauben und Heilung zu empfangen?

Die folgenden Verse sind herangezogen worden um diese Entschuldigung für Unbußfertigkeit und eine daraus folgende Krankheit aufrecht zu erhalten:

„Seht, wie weitläufig ich euch geschrieben habe mit eigener Hand!“ (Galater 6:11; Schlachter)

„Seht, welch einen langen Brief ich euch geschrieben habe mit eigener Hand!“ (Galater 6:11; Elberfelder)

„Seht, mit wie vielen Worten habe ich euch geschrieben mit eigener Hand!“ (Galater 6:11; Luther)

„Wie ihr an den großen Buchstaben sehen könnt, schreibe ich diesen Brief eigenhändig zu Ende.“ (Galater 6:11; Hoffnung für alle)

„Ihr seht die großen Buchstaben, mit denen ich euch jetzt eigenhändig schreibe!“ (Galater 6:11; Gute Nachricht)

Ich habe mehrere Übersetzungen zitiert um zu demonstrieren, dass es keinen berechtigten Grund gibt, zu schlussfolgern, dass Paulus sich hier auf irgendeine Sehschwäche oder Augenkrankheit bezogen hat. Offenbar gibt es unter den Übersetzern eine Debatte darüber, was Paulus gemeint hat. Bezieht sich Paulus auf seine schwache Sehkraft? Weshalb sollte er sie überhaupt erwähnen, noch dazu ohne Erklärung? Welch einen guten Grund könnte es dafür geben?

Er war niemand, der nach Anerkennung, Aufmerksamkeit oder Sympathie suchte, insbesondere nicht in seinen Briefen, und er war auch kein unnützer Schwätzer. Und was, wenn er sich wirklich auf seine Sehkraft bezog? Kann irgendjemand berechtigt daraus schließen, dass es eine Krankheit war? Ich verstehe Paulus so, dass er im Grunde sagt: “Schaut, ich nehme persönlich große Mühen auf mich, um diese Dinge anzusprechen. Diese Dinge, von denen ich euch schreibe, sind sehr wichtig.“ Für mich ist es so einfach und ich denke, die Elberfelder Version drückt es am besten aus.

Sind diese Argumentationen und dummen Spekulationen nicht ein klassischer Fall vom Greifen nach Strohhalmen? Wäre es nicht weitaus besser, Buße zu tun, zu glauben und Heilung zu empfangen statt an seinen Göttern festzuhalten, zu rationalisieren, sich zu rechtfertigen und Gott aussehen zu lassen als sei er desinteressiert, unfähig, abwesend, töricht oder gar ein Lügner?

Das ist das größte Geschenk, das wahre Gläubige haben: Zugang zu Gott durch seinen Geist.

Timotheus

An einer Stelle rät Paulus Timotheus, nicht länger nur Wasser zu trinken, sondern „auch ein wenig Wein um deines Magens und deines häufigen Unwohlseins willen.“ (1. Timotheus 5:23) Einige fragen sich, weshalb Paulus nicht für die Heilung von Timotheus gebetet hat und unterstellen damit, dass wundersame Heilungen im Schwinden begriffen waren. Unsinn. Warum nach komplizierten Argumenten suchen wenn die einfachsten ausreichen?

Es gab ein leicht verfügbares physisches Heilmittel für die Verdauungsprobleme von Timotheus. In welchen Umständen auch immer wir uns befinden, wir sollten tun was wir können mit den Dingen, die Gott bereits zur Verfügung gestellt hat. Interessanterweise sagen uns die Worte auch, dass wir, was unsere Gesundheit und unser Wohlergehen betrifft, nicht auf das Fleisch (Wasser), sondern auf den Geist (Wein) schauen sollten. Das ist das größte Geschenk, das wahre Gläubige haben: Zugang zu Gott durch seinen Geist.

Trophimus

Es gibt jene, die die Berechtigung ihrer Krankheit vor Gott und ihrem Nächsten verteidigen indem sie einen Diener des Herrn zitieren, der krank war:

„Erastus blieb in Korinth, Trophimus ließ ich in Milet krank zurück.“ (2. Timotheus 4:20)

Doch warum dies als eine Entschuldigung benutzen? Ist irgendjemand vertraut mit den Einzelheiten? Könnte es nicht sein, dass es Trophimus an Glauben mangelte oder dass er verborgene Sünde in seinem Leben hatte? Natürlich ist das möglich. Es wird uns nicht gesagt, doch weshalb nach einem Strohhalm greifen? Vielleicht hatte er nichts weiter als eine Erkältung oder Grippe, etwas, das schnell vorbei geht. Könnte es nicht etwas Simples gewesen sein? Andernfalls sollte man meinen, dass Paulus ernsthafter darauf eingegangen wäre.

Jene, die ihn als Beispiel zu ihrer Entschuldigung anführen, landen selbst oft im Grab.

Epaphroditus

Andere ziehen noch ein anderes Beispiel als Entschuldigung heran (Wie sie doch immer einen Weg finden, die Verantwortung für ihre Sünden zu leugnen und standhaft an ihren schrecklichen Leiden festhalten):

„Doch habe ich es für notwendig erachtet, Epaphroditus, meinen Bruder und Mitarbeiter und Mitstreiter, der auch als euer Gesandter und Diener meiner Not mir zu Hilfe kam, zu euch zu senden; denn er hatte Verlangen nach euch allen und war bekümmert, weil ihr gehört hattet, dass er krank gewesen sei. Er war auch wirklich todkrank; aber Gott hat sich seiner erbarmt, und nicht nur über ihn, sondern auch über mich, damit ich nicht eine Traurigkeit um die andere hätte. Desto schleuniger habe ich ihn nun gesandt, damit ihr durch seinen Anblick wieder froh werdet und auch ich weniger Traurigkeit habe. So nehmt ihn nun auf im Herrn mit aller Freude und haltet solche Männer in Ehren; denn um des Werkes Christi willen ist er dem Tod nahe gekommen, da er sein Leben dransetzte, um mir zu dienen an eurer Statt.“ (Philipper 2:25-30)

Ich habe bisher noch nie jemanden erlebt, der krank ist, insbesondere wenn er an Krebs oder Herzkrankheiten stirbt, weil er dem Herrn so eifrig dient (was nicht heißen soll, dass es solche Fälle nicht gegeben haben mag). Doch Epaphroditus wurde geheilt, nicht wahr? Diejenigen, die ihn als Beispiel zu ihrer eigenen Rechtfertigung heranziehen, landen oft im Grab. Ironischerweise werden sie für ihren Glauben, ihren Mut, ihre Ergebenheit, ihre „Geduld wie die Hiobs“ und ihr „Zeugnis für Christus“ angesichts des Todes gelobt. Die Wahrheit ist, dass sie aufgrund von Unglauben, Furcht, Stolz, als Geduld maskierte Arroganz, und Verleugnung von Christus und seiner Verheißungen, seines Wortes, zugrunde gehen. Wie irreführend sind diese Dinge doch für diejenigen, die keine Augen haben, um zu sehen oder Herzen, um zu verstehen!

Rahel

Jakobs Frau Rahel starb bei der Geburt von Benjamin. Dieses tragische Ereignis wird manchmal als ein Beispiel dafür angeführt, Krankheit und Tod unter Gläubigen zu rechtfertigen. Mann muss sich fragen, weshalb Gott es zugelassen hat, dass Rahel auf solch eine Weise starb. Hätte er es nicht verhindern können? Sicher. Warum hat er es also nicht getan? War Sünde die Ursache für ihren Tod oder nicht? Die Antwort liegt direkt vor uns in der Überlieferung.

Sie brach jedes Gebot im "Buch."

„Und der Engel Gottes sprach zu mir im Traum: Jakob! Und ich antwortete: Hier bin ich! Er aber sprach: Hebe doch deine Augen auf und siehe: Alle Böcke, welche die Schafe bespringen, sind gestreift, gesprenkelt und scheckig! Denn ich habe alles gesehen, was dir Laban antut. Ich bin der Gott von Bethel, wo du die Säule gesalbt und mir ein Gelübde getan hast; nun mache dich auf, geh aus von diesem Land und kehre zurück in das Land deiner Geburt! Da antworteten Rahel und Lea und sprachen zu ihm: Haben wir auch noch ein Teil oder Erbe im Hause unseres Vaters? Werden wir nicht von ihm angesehen, als wären wir fremd? Er hat uns ja verkauft und sogar unser Geld verzehrt! Darum gehört auch all der Reichtum, den Gott unserem Vater entwendet hat, uns und unseren Kindern. So tue du nun alles, was Gott dir gesagt hat! Da machte sich Jakob auf und lud seine Kinder und seine Frauen auf Kamele und führte all sein Vieh weg und seine ganze Habe, die er erworben hatte, seine eigene Herde, die er in Mesopotamien erworben hatte, um zu seinem Vater Isaak ins Land Kanaan zu ziehen. Laban aber war ausgegangen, seine Schafe zu scheren; und Rahel stahl die Hausgötzen, die ihrem Vater gehörten. Jakob aber täuschte Labans, des Syrers Herz, indem er ihm nicht anzeigte, dass er sich davonmachte. Und er entfloh mit allem, was er hatte, machte sich auf und setzte über den Euphrat und wandte sein Angesicht dem Gebirge Gilead zu. Am dritten Tag ward Laban angezeigt, dass Jakob geflohen sei. Da nahm er seine Brüder mit sich und jagte ihm nach, sieben Tagereisen weit und holte ihn ein auf dem Gebirge Gilead. Aber Gott kam zu Laban, dem Syrer, des Nachts im Traum und sprach zu ihm: Hüte dich davor, mit Jakob anders als freundlich zu reden! Als nun Laban den Jakob einholte, hatte Jakob sein Zelt auf dem Berg aufgeschlagen; da schlug auch Laban mit seinen Brüdern sein Zelt auf dem Gebirge Gilead auf. Und Laban sprach zu Jakob: Warum hast du dich weggestohlen und meine Töchter entführt, als wären sie Kriegsgefangene? Warum bist du heimlich geflohen und hast mich getäuscht und es mir nicht angezeigt? Ich hätte dich mit Freuden begleitet, mit Gesang, mit Pauken und Harfen! Du hast mich nicht einmal meine Söhne und Töchter küssen lassen; da hast du töricht gehandelt! Es stünde in meiner Macht, euch Übles zu tun; aber der Gott eures Vaters hat gestern zu mir gesagt: Hüte dich, dass du mit Jakob anders als freundlich redest! Und nun bist du ja gegangen, weil du dich so sehr sehntest nach deines Vaters Haus; warum hast du aber meine Götter gestohlen? Da antwortete Jakob und sprach zu Laban: Ich fürchtete, du würdest mir deine Töchter entreißen! Was aber deine Götter betrifft, bei welchem du sie findest, der soll nicht am Leben bleiben! In Gegenwart unserer Brüder sieh dir alles an, was bei mir ist, und nimm, was dir gehört! Jakob wusste nämlich nicht, dass Rahel sie gestohlen hatte. Da ging Laban in Jakobs Zelt und in Leas Zelt und in das Zelt der beiden Mägde, fand aber nichts. Und von Leas Zelt ging er in Rahels Zelt. Rahel aber hatte die Hausgötzen genommen und sie in den Kamelssattel gelegt und sich darauf gesetzt. Und Laban durchstöberte das ganze Zelt, fand sie aber nicht. Da sprach sie zu ihrem Vater: Mein Herr möge nicht so grimmig schauen, weil ich vor dir nicht aufstehen kann; es geht mir eben nach der Frauen Weise! Er aber suchte eifrig und fand die Hausgötzen nicht.“ (1. Mose 31:11-35)

Rahel hatte die Götter (Bilder) ihres Vaters gestohlen. Sie brach jedes Gebot im Buch:

  • Sie ehrte das zweite Gebot nicht, in dem es heißt: „Du sollst dir kein Bildnis machen….“
  • Sie missachtete das fünfte Gebot indem sie ihren Vater nicht ehrte.
  • Sie brach das achte Gebot, in dem es heißt: „Du sollst nicht stehlen.“
  • Sie brach das Gebot „Du sollst den Besitz deines Nächsten nicht begehren.“
  • Sie beging geistlichen Ehebruch indem sie diese Götzenbilder besaß und brach damit das siebte Gebot.
  • Offenkundig wurde das erste Gebot gebrochen indem sie fremde Götter neben Gott hatte.
  • Sie brach das dritte Gebot indem sie durch ihre Tat seinen Namen missbrauchte.
  • Beim Sabbat dreht sich alles darum, in Gott zu ruhen und ihn in Ehren zu halten. Wie hält man den Sabbat heilig wenn man ein Dieb und ein Lügner ist?

Jakobus sagt zu Recht, dass wer ein Gebot bricht, alle Gebote bricht (Jakobus 2:10-11).

Außerdem bewahrheiteten sich Jakobs Worte, obwohl er nicht wusste, dass sie sich auf die Frau bezogen, die er liebte. Er sagte: „Bei wem du deine Götter findest, der soll nicht am Leben bleiben!“ Gott ehrte dieses Wort. Wir dürfen nicht leichtfertig Worte daher sagen.

Leiden, die in der Welt üblich sind

Es gibt ernste und gottlose Leiden unter Gläubigen, die in der Welt üblich sind, weil diese Gläubigen (oder so genannten Gläubigen) genauso leben wie die Welt und daher denselben Konsequenzen ausgesetzt sind. Es liegt nicht daran, dass diese Dinge für Gott akzeptabel oder „natürlich“ oder unvermeidlich wären. Gläubige haben im Gegensatz zu Ungläubigen besondere Verpflichtungen vor Gott, doch sie haben auch im Gegensatz zu Ungläubigen besondere Privilegien vor Gott. Gemeinsam mit den Problemen der Welt zugrunde zu gehen ist nicht der Wille Gottes, das kann ich dir versichern, wie es auch die Bibel unmissverständlich erklärt.

Eine Schriftstelle, die von einigen benutzt wird um ihr krankes Schicksal zu rechtfertigen:

„…dem (Teufel) widersteht, fest im Glauben, da ihr wisst, dass eure Brüder in der Welt die gleichen Leiden erdulden.“ (1. Petrus 5:9)

Sie interpretieren diese Worte falsch, manchmal mit ein wenig Hilfe von anderen Übersetzungen. Der beabsichtigte Vergleich bezieht sich hier auf gläubige Christen, die sich anderswo in der Welt befinden und nicht auf Ungläubige, die im allgemeinen Sinn der Bruderschaft der gesamten Menschheit als Brüder betrachtet werden. Letztere Auslegung mag bequem sein um jemanden von seinem elenden Los in diesem Leben durch Unglauben und Ungehorsam gegenüber Gott freizusprechen, doch es ist eine kontraproduktive Interpretation und oft auch eine tödliche.

Wenn uns etwas möglich ist, lässt Gott es uns ausprobieren und lernen.

Während ich dies schreibe, weiß ich von einem Mann, der an Krebs und anderen Krankheiten zugrunde geht. Er hat den Herrn beleidigt, und dennoch hält er sich für ziemlich geistlich. Er ist unwissend, stolz, angeberisch, stur, verschlossen und heuchlerisch, aber er bekennt seinen Glauben an Jesus Christus und hat sogar ein Schild in seinem Vorgarten stehen, das zur Buße aufruft und auf dem steht: „Bereite dich darauf vor, deinem Gott zu begegnen.“ Wir haben versucht, mit ihm zu sprechen und er glaubt, wir wären verrückt oder dämonisch. Er glaubt nichts von dem, was wir sagen, nicht einmal wenn wir lediglich effektive, erprobte physische Mittel zur Heilung vorschlagen.

Physische, natürliche Heilmittel

Ein Prinzip, das wir oft am Werk sehen, ist, dass wenn uns etwas möglich ist, Gott es uns ausprobieren und lernen lässt oder er stellt uns einfach diese Möglichkeiten zur Verfügung. Wenn wir demütig und offen sind, werden wir sie annehmen. Wenn nicht, gehen wir zugrunde.

Das Bemerkenswerte ist, dass einige nach übernatürlichem Eingreifen Ausschau halten und alles andere verweigern weil sie meinen, es würde ihren Glauben an Gottes Heilung gefährden und somit gehen sie zugrunde. Andere schauen nur auf das Wissenschaftliche oder Erklärbare und setzen ihr Vertrauen in die konventionelle Medizin und freie medizinische Versorgung ohne an die Effektivität fundierter alternativer oder natürlicher Heilverfahren oder das Übernatürliche zu glauben und gehen zugrunde, obwohl sie oft bekennen, zu glauben.

Ich möchte ein Beispiel darüber erzählen, in dem unbewusste Sünde im Spiel war und nach dem Bekennen dieser Sünde ein physisches Heilmittel gefunden wurde. Mein Sohn entwickelte eine Hautkrankheit im Gesicht. Sie begann sich auszubreiten und zu eitern obwohl wir verschiedene natürliche Produkte ausprobierten um sie unter Kontrolle zu bekommen. Nichts half. Wir gingen mit ihm zu einem Arzt, der seinen Zustand als Ringelflechte diagnostizierte und eine Hautcreme verschrieb, die nicht half. Zwischenzeitlich bekannte mein Sohn, dass er mir gegenüber unversöhnlich war. Er weinte und gab sein Unrecht zu, aber auch, dass er durch diese Unversöhnlichkeit gebunden war. Er sagte, er hätte versucht, zu vergeben, doch er konnte die Sache nicht überwinden. Bruder Mark und ich fragten, ob wir für ihn beten sollten. Er stimmte zu, wir beteten für ihn und mehrere von uns erhielten die Bestätigung, dass er in Ordnung sein würde.

Jonathans Geist hat sich geändert.

Sein Gesicht wurde jedoch immer schlimmer. Erneut gingen wir zum Arzt und er war verblüfft. Er beschloss, den „nächsten Schritt“ zu machen und verschrieb eine „leichte“ Steroidsalbe um zu sehen, wie diese anschlagen würde und Jonathans Gesicht begann sich zu klären. Der Herr hatte das Heilmittel blockiert bis die Sünde bekannt und darüber Buße getan worden war. Nachdem die Angelegenheit geklärt worden war, öffnete der Herr den Weg für Heilung. Hat er übernatürlich geheilt? Obwohl er nicht offensichtlich Naturgesetze außer Kraft setzte, öffnete er übernatürlich den Weg dafür, dass mein Sohn mir vergeben konnte wo er selbst machtlos dazu war und benutzte natürliche Mittel und konventionelle Medizin um die Heilung zustande zu bringen.

Jonathans Geist hat sich geändert und ich bin dankbar. Die Hautkrankheit war Gottes Mitteilung, dass es an der Zeit war, etwas an seinem inneren Problem zu tun, das jahrelang geeitert hatte. Es geht nie um das Externe oder Sichtbare. Es geht immer um eine innere, verborgene Angelegenheit…immer.

Weshalb konventionelle Medizin? Warum Steriodsalben, die giftig sein können? Warum nicht alternative Heilung mit natürlichen Substanzen, was uns wesentlich lieber gewesen wäre?

Oft, wenn wir ein Wunder oder zumindest alternative Heilmethoden bevorzugt hätten, hat der Herr uns in die Hände der konventionellen Medizin getrieben oder zu Chiropraktikern, Krankengymnasten, Zahnärzten, Naturheilkundigen, Homöopathen, Ernährungsspezialisten etc. und ihre Methoden haben Ergebnisse gebracht. Indem er die Dinge auf diese Art und Weise tut, hat der Herr mir seine Souveränität demonstriert: „Ich stehe über allen Dingen, einschließlich der Schulmedizin.“ Es dreht sich alles um ihn und nicht um irgendetwas Externes, ob wir es nun als gut oder böse wahrnehmen.

Wo etwas unmöglich ist, an diesem Punkt kommt Gott ins Spiel; das ist es, wo er verherrlicht wird. „Bei Menschen sind einige Dinge unmöglich, doch bei Gott sind alle Dinge möglich.“

Es wird oft gesagt, dass ohne Gesundheit das Leben nicht lebenswert ist. Wie wahr! Die Bibel sagt folgendes:

„Denn Gott, der Herr, ist Sonne und Schild, der Herr gibt Gnade und Herrlichkeit; wer in Unschuld wandelt, dem versagt er nichts Gutes.“ (Psalm 84:12)

„Der Herr kennt die Tage der Frommen, und ihr Erbe wird ewiglich bestehen. Sie sollen nicht beschämt werden zur bösen Zeit, sondern genug haben auch in den Tagen der Hungersnot.“ (Psalm 37:18-19)

„Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen wohnt, der spricht zum Herrn: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, auf den ich vertraue! Ja, er wird dich erretten von der Schlinge des Vogelstellers und von der verderblichen Pest; er wird dich mit seinem Fittich decken, und unter seinen Flügeln wirst du dich bergen; seine Treue ist Schirm und Schild. Du brauchst dich nicht zu fürchten vor den Schrecken der Nacht, vor den Pfeilen, die bei Tag fliegen; vor der Pest, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die am Mittag verdirbt. Wenn auch Tausende fallen zu deiner Seite und Zehntausende zu deiner Rechten, dir naht sie nicht; nur mit deinen Augen wirst du zusehen und schauen, wie den Gottlosen vergolten wird. Denn du sprichst: Der Herr ist meine Zuflucht! Den Höchsten hast du zu deiner Schutzwehr gemacht; es wird dir kein Unglück zustoßen und keine Plage zu deinem Zelt sich nahen; denn er hat seine Engel für dich aufgeboten, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.“ (Psalm 91:1-11)

Sind diese Worte nicht eine Anklage gegen die Kranken und Sterbenden, die Glauben an Gott bekennen und selbst gegen diejenigen, die das nicht tun, aber insbesondere gegen die, die es tun? Sind sie nicht wundervolle Verheißungen an diejenigen, die glauben?

Wenn irgendein Mensch versagt, darf man nie sagen, dass Gott daran schuld ist.

Das Versagen des Menschen widerlegt Gott nicht

Ich möchte an dieser Stelle etwas relativieren. Ich spreche die Wahrheit und die Bibel bestätigt oder bezeugt was ich sage. Wenn nun ich, der ich diese Dinge gepredigt habe, an irgendeiner Krankheit wie Krebs oder Herzversagen sterben sollte, wäre dadurch das widerlegt worden, was ich predige? Wäre die Bibel oder unsere Auslegung der Bibel dadurch widerlegt?

Die Antwort ist ein eindeutiges, durchschlagendes „Gott bewahre!” Wenn ich an irgendeiner Krankheit oder durch ein tragisches Unglück sterben sollte, dann geschieht das nicht weil Gottes Gnade nicht beabsichtigt oder verfügbar gewesen wäre. Es würde dann daran liegen, dass ich in Unglauben und Ungehorsam versagt habe, sie mir zu Nutze zu machen. So einfach ist das.

Wenn irgendein Mensch versagt, darf man nie sagen, dass Gott daran schuld ist oder dass er nicht bereit, willens oder fähig ist zu heilen oder dass die Bibel irgendetwas anderes bedeuten muss als das, was ich hier predige. Wir dürfen nie die Wahrheit an den Umständen messen.

Doch das ist es, was bei den meisten Leuten geschieht. Sie sehen bekennende, gläubige Christen sterben, daher leugnen sie automatisch das Zeugnis Gottes. Sie glauben das, was sie sehen. Sie urteilen nach dem Anschein. Sie glauben Gott nicht. Ist es da ein Wunder, dass sie nicht empfangen?

Lass’ dies tief in deine Ohren eindringen:

„Wie denn? Wenn auch etliche ungläubig waren, hebt etwa ihr Unglaube die Treue Gottes auf? Das sei ferne! Vielmehr erweist sich Gott als wahrhaftig, jeder Mensch aber als Lügner, wie geschrieben steht: Auf dass du gerecht befunden werdest in deinen Worten und siegreich, wenn du gerichtet wirst.“ (Römer 3:3-4)

Wenn wir unter mangelnder Gesundheit leiden obwohl Gottes Wille Gesundheit ist, dann müssen wir bei uns selbst nach dem Problem suchen und dürfen nicht Gott und seinem sicheren Wort misstrauen.

Sie erkannte bereitwillig ihre Unwürdigkeit an.

Fälle von Krankheit ohne Sünde

Es gibt jene Zeiten, wo Gott bereit ist, zu heilen und jene, wo er es nicht ist. Hier sind einige Beispiele von Tod, Krankheit oder körperlicher Behinderung, wo es an Sünde fehlte und wo er bereit war, zu heilen:

Der Sohn der Witwe, der durch Elia geheilt wurde

„Aber nach diesen Geschichten wurde der Sohn der Frau, der Hauswirtin, krank, und seine Krankheit war so schwer, dass kein Atem mehr in ihm blieb. Und sie sprach zu Elia: Du Mann Gottes, was habe ich mit dir zu schaffen? Du bist zu mir hergekommen, dass meiner Missetat gedacht werde und mein Sohn sterbe! Er sprach zu ihr: Gib mir deinen Sohn her! Und er nahm ihn von ihrem Schoß und trug ihn hinauf in das Obergemach, wo er wohnte, und legte ihn auf sein Bett; und er rief den Herrn an und sprach: Herr, mein Gott, hast du auch der Witwe, bei der ich zu Gast bin, so übel getan, dass du ihren Sohn sterben lässt? Und er streckte sich dreimal über das Kind aus und rief den Herrn an und sprach: Herr, mein Gott, lass doch die Seele dieses Kindes wieder in es zurückkehren! Und der Herr erhörte die Stimme des Elia. Und die Seele des Kindes kam wieder in es, und es wurde lebendig. Und Elia nahm das Kind und brachte es von dem Obergemach ins Haus hinab und gab es seiner Mutter und sprach: Siehe da, dein Sohn lebt! Da sprach die Frau zu Elia: Nun erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist und dass das Wort des Herrn in deinem Munde Wahrheit ist!“ (1. Könige 17:17-24)

Ich habe die Worte der Witwe in Fettschrift hervorgehoben um herauszustellen, dass sie bereitwillig ihre Unwürdigkeit anerkannte. Von vielen Witwen in dieser Zeit weit verbreiteter Hungersnot war sie die einzige, die Glauben hatte. Eine Erkenntnis und eine aufrichtige, demütige Anerkennung der eigenen Unwürdigkeit vor Gott ist ein wahres Kennzeichen von Glauben, das Gott wohlgefällig ist. In diesem Fall verherrlichte Gott sich in Elia und sowohl die Frau als auch ihr Sohn wurden gerettet.

Lazarus

Lazarus wurde auch krank und starb sogar, doch es war keine Sünde involviert. Seine Krankheit diente der Verherrlichung von Jesus:

„Als Jesus es hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht werde!“ (Johannes 11:4).

Bitte lies die ganze Geschichte.

Der blinde Mann

So war es auch im Fall des blinden Mannes, den Jesus heilte:

„Und als er vorbeiging, sah er einen Menschen, der blind war von Geburt an. Und seine Jünger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren ist? Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern; sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbar würden!“ (Johannes 9:1-3).

Bitte lies die ganze Geschichte.

Jemanden zu loben, der an Krankheit stirbt, bedeutet, dass Fleisch und den Teufel zu loben.

In den drei obigen Beispielen kam es zu Krankheit und Tod, aber nicht aufgrund von Sünde. Sünder sollten sich hüten, sich und ihre Krankheiten anhand dieser Beispiele zu entschuldigen. Erkenne an, dass alle diese Personen geheilt wurden.

Viele landen im Grab und bleiben im Gegensatz zu Lazarus auch dort, wobei Familienangehörige und Freunde ihren Mut, ihre Geduld, ihre Selbstlosigkeit und ihren Glauben preisen obwohl in Wirklichkeit nichts davon vorhanden war. Ja, wir alle haben Mitgefühl für unsere Verlorenen, insbesondere wenn sie leiden und sterben, doch Lügen, Schmeicheleien und Ausflüchte werden ihnen nicht helfen. Sie werden weder den Hinterbliebenen noch sonst irgendjemand helfen und Gott gefallen sie ganz sicher nicht. Jemanden zu loben, der an Krankheit stirbt, bedeutet, das Fleisch und den Teufel zu loben.

Krankheit ohne Sünde, wo Gott nicht heilt

Für alles, was bisher gesagt worden ist, gibt es verschiedene Ausnahmen oder Qualifikationen. Das soll heißen, dass es Fälle gibt, wo in einigen Situationen von Krankheit oder Leiden nicht direkt Sünde involviert ist, in denen es aber auch nicht unbedingt Gottes Wille ist, zu heilen:

"Krankheit zum Tode" – ein Zustand, der mit Tod einhergeht

In solchen Fällen sterben die Personen nicht, weil sie krank sind; sie sind krank weil sie sterben. Jakob und Elisa sind solche Beispiele:

„Danach wurde dem Joseph gesagt: Siehe, dein Vater ist krank! Und er nahm mit sich seine zwei Söhne, Manasse und Ephraim.“ (1. Mose 48:1).

„Als aber Jakob seine Befehle an seine Söhne vollendet hatte, zog er seine Füße aufs Bett zurück, verschied und ward zu seinem Volk versammelt.“ (1. Mose 49:33).

„Elisa aber wurde von der Krankheit befallen, an der er sterben sollte. Und Joas, der König von Israel, kam zu ihm hinab, weinte vor ihm und sprach: O mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und seine Reiter! Elisa aber sprach zu ihm: Nimm den Bogen und die Pfeile! Und als er den Bogen und die Pfeile nahm, sprach Elisa zum König von Israel: Spanne mit deiner Hand den Bogen! Und er spannte ihn mit seiner Hand. Und Elisa legte seine Hände auf die Hände des Königs und sprach: Tue das Fenster auf gegen Morgen! Und er tat es auf. Und Elisa sprach: Schieße! Und er schoss. Er aber sprach: Ein Pfeil des Heils vom Herrn, ein Pfeil des Heils wider die Syrer! Du wirst die Syrer schlagen zu Aphek, bis sie aufgerieben sind! Und er sprach: Nimm die Pfeile! Und als er sie nahm, sprach er zum König von Israel: Schlage auf die Erde! Da schlug er dreimal und hielt inne. Da ward der Mann Gottes zornig über ihn und sprach: Hättest du fünf oder sechsmal geschlagen, so würdest du die Syrer bis zur Vernichtung geschlagen haben; nun aber wirst du die Syrer nur dreimal schlagen! Und Elisa starb und wurde begraben. Im folgenden Jahr fielen die Streifscharen der Moabiter ins Land. Und es begab sich, als man einen Mann begrub, sahen sie plötzlich die Streifschar kommen; da warfen sie den Mann in Elisas Grab. Und sobald der Mann die Gebeine Elisas berührte, wurde er lebendig und stand auf seine Füße.“ (2. Könige 13:14-21)

Menschen sind bereit, jedes Beispiel heranzuziehen um ihre Sünden oder Krankheiten zu rechtfertigen.

Viele, die ihren Glauben an Christus bekennen, glauben nicht daran, dass Krankheit zwangsläufig durch Sünde verursacht wird und sie glauben auch nicht, dass übernatürliche Heilung heute ein legitimes, übliches oder realisierbares Ereignis im Leben des Gläubigen ist. Es ist ein bemerkenswertes Phänomen, dass Menschen bereit sind, jedes entfernte oder isolierte Beispiel heranzuziehen um ihre Sünden oder Krankheiten zu rechtfertigen; so wird zum Beispiel Debora, eine Richterin Israels, zitiert, um Frauen in Führungspositionen der Autorität über Männer zu rechtfertigen. Und so benutzen sie auch Elisas Krankheit zum Tode als Argument dafür, dass ihre eigene Krankheit nicht durch Sünde verursacht ist. Sie nehmen nicht wahr, dass Elisa an der „Krankheit zum Tode“ gestorben ist und nicht an einer Krankheit, die seinen Tod verursacht hat, wie ich es zuvor ausgeführt habe.

Es wird argumentiert, dass in der Tat Krankheit Elisas Tod herbeigeführt hat weil die King James Version der Bibel (und die deutsche Schlachter Bibel, s.u.) den Vorfall so formuliert:

„Elisa aber wurde von der Krankheit befallen, an der er sterben sollte. Und Joas, der König von Israel, kam zu ihm hinab, weinte vor ihm und sprach: O mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und seine Reiter!” (2. Könige 13:14).

Doch andere Versionen drücken es etwas anders aus:

„Elisa wurde schwer krank und lag im Sterben.“ (2. Könige 13:14 Hoffnung für alle).

„Elisa war schwer erkrankt und es ging mit ihm zu Ende.“ (2. Könige 13:14 Gute Nachricht)

„Und Elisa erkrankte an seiner Krankheit, an der er später starb.“ (2. Könige 13:14 Elberfelder).

„Als Elisa bereits an der Krankheit litt, die zu seinem Tod führen sollte…“ (2. Könige 13:14 Neues Leben).

Es gibt mehr als eine Möglichkeit, diese Worte zu interpretieren. Die Definition aus der Strong’s Konkordanz für „krank“ und die Wortwurzel für „Krankheit“, wie sie in 2. Könige verwendet werden, ist:

Eine primitive Wurzel (vgl. H2342, H2490); korrekt verschlissen oder ermattet; daher (bildlich) schwach, krank, gebrechlich; oder (ursächlich) bekümmern, krank machen; auch streicheln (durch Schmeichelei), anflehen: – flehentlich bitten, krank (sein), bekümmert (werden), bekümmert sein, Schwachheit, Flehen, Schmerz zugefügt bekommen, beten, krank oder wund gemacht werden, passend machen, Frau in Geburtswehen, schwach sein oder werden, verwundet sein.

Will jemand einen doppelt Gesalbten beschuldigen, an einer Krankheit der Ägypter zu sterben?

Untermauert das nicht die Krankheit zum Tode? Verschlissen? Ja, auf jeden Fall, ohne Problem. Das soll nicht heißen, dass das Wort nicht auch für andere Leiden verwendet werden kann, wie es in anderen Schriftstellen der Fall ist, doch es schließt ganz sicher nicht aus, was ich über den Zustand von Elisa gesagt habe, vergleichbar vielleicht mit dem Zustand von König David, dessen Körper im hohen Alter auch zu funktionieren aufhörte (1. Könige 1). Außerdem: wo ist der Beweis dafür, dass Elisa ein anderes Leiden hatte, eine “Krankheit der Ägypter” beispielsweise? Jeder, der so etwas vermutet, macht genau das – Vermutungen anstellen.

Doch wollen wir einmal für einen Moment unterstellen, dass Elisas Tod tatsächlich auf eine Krankheit zurückzuführen war. Wird es irgendjemand wagen, einen doppelt Gesalbten zu beschuldigen, an einer Krankheit der Ägypter gestorben zu sein, einer Verurteilung, die nur kommt wenn man Gottes Gebote nicht einhält (2. Mose 15:26)? Gottes Wort sagt, dass alles durch zwei oder drei Zeugen bestätigt werden soll (5. Mose 19:15). Elisa ist nur ein einziges Beispiel in der gesamten Bibel, wo Sünde nicht so leicht als Ursache von Krankheit und Tod identifiziert werden kann, da er ein großer Prophet war. Ich weiß von keinen anderen derartigen Beispielen.

Doch die Frage bleibt: Wie kommt es, dass Elisa in Krankheit stirbt während Moses zum Beispiel bei vollen Kräften und gesund war als er starb und Elia, sein Vorgänger, der nur die Hälfte der Salbung hatte, überhaupt nicht gestorben ist? Warum konnte Elisa sich nicht einfach und bequem auflösen? Ich glaube, die Antwort ist, dass Elisa gedemütigt werden musste. Die Bibel sagt deutlich, dass kein Mensch gerecht ist, nicht ein einziger (Römer 3:10-18). Das schließt Elisa ein. War seine Sünde eine solche, die er bewusst begangen hatte? Nein. War es etwas, das von ihm erwartet wurde, das er jedoch zu tun versäumte? Nein. War es eine Haltungssünde? Nein. Er war bereit, in allen Dingen gehorsam zu sein. Doch die Gesinnung ist eine andere Sache und dort liegt der Schlüssel.

Elisas Gesinnung entsprach nicht Gottes Willen.

Als Elia Elisa fragte, was er erbitten wollte, bat er um eine doppelte Portion der Salbung und erhielt diese auch. Nun, warum bittet jemand um die doppelte Menge einer Salbung, die bereits außergewöhnlich war? Selbstsucht, Stolz und gottlose Ambitionen äußern solche Bitten. Deshalb sagte Elia auch, obwohl er Elisas Bitte nicht abschlug: “Du hast Schweres begehrt!” (2. Könige 2:9-10). Es wäre für Gott nicht schwer gewesen, ihm die zehnfache Salbung von Elia zu geben. Was war dann schwer daran?

Denke darüber nach: Elisa verfluchte die Kinder, woraufhin 42 starben (2. Könige 2:23-24)… etwas Ungewöhnliches, das etwas von dem Geist demonstriert, den Jesus bei Jakobus und Johannes zurechtwies (Lukas 9:52-56). Obwohl unbestreitbar Gottes Gnade auf Elisa war, musste dieser eines Todes sterben, der demütigend ist. Gott befasste sich mit seiner Gesinnung. „Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten.“ (Matthäus 27:39-43).

Elias Umgang mit den beiden Hauptmännern und ihren fünfzig Untergebenen, auf die er Feuer vom Himmel herab rief, um sie zu verzehren (2. Könige 1:10-14) unterscheidet sich von Elisas Verfluchen der Kinder, die ihn verspottet hatten. Elia reagierte nicht. Als die Hauptmänner kamen um ihn auf Befehl ihres gottlosen Königs festzunehmen, griffen sie ihn nicht persönlich an. Tatsächlich redeten sie ihn mit „Mann Gottes“ an. Elisa andererseits reagierte aufgrund persönlicher Angriffe auf die Kinder, obwohl die Kraft Gottes in beiden Fällen freigesetzt wurde.

Ich glaube, dass Elisa gedemütigt starb. Wäre es nicht demütigend und für ihn vielleicht beschämend, dass er zwar die doppelte Portion Salbung hatte wie Elia und dennoch krank sterben musste, während Elia überhaupt nicht starb? Elisas Gesinnung entsprach nicht Gottes Willen. „Die durch das Schwert leben, sterben durch das Schwert“ und „Was ein Mensch sät, das wird er auch ernten.“

Das führt uns zu einem weiteren wichtigen Punkt. Es gibt Tatsünden, Unterlassungssünden und Haltungssünden, die töten. Diese müssen bekannt und abgelegt werden. Im Gehorsam Gott gegenüber haben wir die Gelegenheit und Wahrscheinlichkeit seiner Vergebung und Heilung, so wie er es verheißen hat. Dennoch gibt es andere Fälle, so wie bei Elisa, wo es um Angelegenheiten der Gesinnung geht, die selbst die „Besten in Christus“ zu Fall bringt. Wir liegen alle verkehrt, unsere Ungerechtigkeit spricht für Gottes Gerechtigkeit. Wir dienen ihm mit und in unseren Schwächen.

Was ist nun der ausschlaggebende Punkt in alldem? Wenn wir alle verkehrt liegen, welche Chance haben wir dann, bis zum Tod gesund zu bleiben?

Der ausschlaggebende Punkt ist, dass Buße und Heilung in der großen Mehrzahl der Fälle verfügbar sind, wenn die Menschen nur glauben und gehorchen. Wenn sie Elisa als Entschuldigung benutzen wollen, obwohl ihr Fall anders liegt, dann sei es so; oder, wenn ihr Fall ähnlich oder gleich gelagert ist wie der von Elisa, dann sei es so. Wenn Menschen, die auf einem unnötigen Tod beharren, sich in ihren Sünden rechtfertigen wollen, wer kann oder will dann dagegen argumentieren? Außerdem hat Gott Gefäße zur Gnade und Gefäße zum Zorn bestimmt.

Ich werde mich nicht über das Versagen ärgern, Gefäße des Zorns von ihrem Weg abzubringen, doch ich bin privilegiert und dankbar, jenen Gefäßen der Ehre die Wahrheit zu präsentieren, so dass sie gerettet werden.

Die Konsequenzen von Sünde in unserem Stammbaum beginnen sich zu verringern, verblassen und verschwinden.

Zustände durch Vererbung und die Sünden der Vorfahren

Nachdem David mit Bathseba gesündigt hatte, wurde ihr Baby krank und starb. Viele Jahre später verlor David drei weitere Söhne aufgrund seiner Sünden. Davids Sohn Amnon vergewaltigte seine Halbschwester Tamar, wofür Absalom, ihr richtiger Bruder, ein weiterer von Davids Söhnen, Amnon umbrachte. Später versuchte Absalom, den Thron seines Vaters an sich zu reißen und wurde von Davids General erschlagen. Dann, kurz vor dem Tod von David, versuchte sein ältester Sohn Adonia, den Thron in Besitz zu nehmen und in der Herrschaft über Israel Davids Nachfolger zu werden. Doch Salomo war Gottes und Davids auserwählter Nachfolger und als Adonia eine Verschwörung anzettelte um Salomo das Königreich zu entreißen, ließ Salomo ihn töten.

Zumindest im Fall der ersten drei dieser Söhne kam der Tod aufgrund von Davids Sünden, die er Jahre zuvor begangen hatte und war nicht abwendbar. Kein Maß an Gebet hätte Gottes Rache an Davids schrecklichem Vergehen ändern können, Ehebruch zu begehen und Bathsebas Ehemann Uria zu töten, der ihm ein ergebener Krieger gewesen war. Tatsache ist, dass David vergeblich für sein erstes Kind mit Bathseba gefastet und gebetet hatte.

Das Gebot ist sicher:

„Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder dessen, das oben im Himmel, noch dessen, das unten auf Erden, noch dessen, das in den Wassern, unterhalb der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht; denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der da heimsucht der Väter Missetat an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen, und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.“ (2. Mose 20:4-6).

Ich weiß, ich habe viele Dinge erlitten, die ich von meinen Vorfahren geerbt hatte. Doch Gott ist treu und weil mir Erlösung geschenkt wurde, ist er gnädig gewesen und hat die Auswirkungen der Sünden meiner Vorfahren begrenzt und sogar neutralisiert. Wenn wir anfangen, im Glauben zu leben, beginnen die Konsequenzen von Sünde in unserem Stammbaum sich zu verringern, verblassen und verschwinden schließlich. Doch ich kann bezeugen, dass es nicht alles auf einmal geschieht und auch nicht gleich in dem Moment, in dem man Buße tut und gläubig wird oder selbst dann, wenn man den Geist Gottes empfangen hat. Der Prozess verlief für mich schrittweise, über Jahrzehnte.

Reinigende, das Immunsystem stärkende Krankheiten, die allen gemeinsam sind

Weshalb gibt es keine bekannte Therapie oder ein sicheres Heilmittel gegen die Erkältung? Wie kommt es, dass die Menschheit so viele Dinge tun kann und dennoch gegen sie scheitert? Warum fühlen wir uns oft nach einer Erkältung mit neuer Energie geladen?

Mein Verständnis von Erkältungen ist, dass der Körper, wenn wir physisch erschöpft sind, Toxine aufstaut, die ausgeschieden werden müssen; Systeme brauchen Reparatur und Erneuerung und dem Körper mangelt es an der Energie, diese Dinge neben allem anderen, was wir Tag für Tag tun, zu leisten. Daher sagt der Körper: „Genug ist genug; wir haben hier etwas zu erledigen oder uns stehen größere Probleme bevor.“ Du „fängst“ dir eine Erkältung ein und wirst aus dem Verkehr gezogen oder musst dein Tempo beträchtlich herabsetzen; Schleim wird produziert; Abfälle, geschädigtes Material und Toxine werden ausgeschieden; der Körper geht durch einen generellen Reinigungsprozess und du erholst dich wieder. Das geschieht so regelmäßig wie es notwendig ist.

Die einzigen Dinge, die zu helfen scheinen, sind Ruhe, viel Wasser und ein paar Elemente, die die Genesung unterstützen wie Antioxidantien, gutes Vitamin C, Zitronensaft mit Honig und andere Hilfsmittel wie Dampf- oder Saunabäder oder heiße Bäder in gutem Wasser, die dabei helfen, Abfall und Toxine auszuscheiden.

Doch Erkältungen kommen in ihrer Intensität und Regelmäßigkeit entsprechend unserer Gesundheit, unserem Lebensstil und unseren Haltungen.

Die Konsequenzen von Sünden aus der Zeit „vor dem Glauben“ setzen sich fast ausnahmslos fort

Mir wurden die Mandeln entfernt als ich 8 oder 9 Jahre alt war. Man kann den Konsequenzen nicht entkommen, die es hat, wenn man von Gott geschenkte Körperteile und Organe entfernt, egal für wie nutzlos der medizinische Berufsstand sie hält (es sei denn, der Herr hat an dieser Stelle etwas für mich getan, ohne dass ich es weiß).

Ich habe mir meinen Hals bei einem Sturz verletzt als ich etwa 13 oder 14 Jahre alt war, wobei vier oder mehr Wirbel beschädigt wurden. Bis heute habe ich durch diese Verletzung viel körperliche und mentale Schmerzen erlitten.

Ich habe mir auch mein rechtes Bein bei einem Sturz während des Skifahrens schwer verletzt als ich fast 25 Jahre alt war, etwa zwei Jahre bevor ich gläubig wurde. Doch ich muss sagen, dass der Herr mir ungewöhnliche und unerwartete Verbesserungen geschenkt hat, die mich befähigen, ein normales Leben zu führen.

Unsere größten „Flüche“ können unsere größten Segnungen sein.

Meine Beinverletzung in vorchristlichen Tagen war die feste, richtende Hand Gottes um mich zu züchtigen und in der Betriebsamkeit der Aktivitäten dieser Welt beiseite zu ziehen. Es war meine Zeit, zu ihm zu kommen. Musste er so grob sein? Auf jeden Fall! Andernfalls hätte er es nicht getan. Obwohl ich damals noch nicht gläubig war, wie sehr habe ich mir in diesen ersten Tagen der Verletzung gewünscht, ich würde eines Morgens aufwachen und mein Bein wäre völlig geheilt! Ich träumte davon und wachte dann enttäuscht auf.

Heilt Gott einige dieser Dinge durch ein Wunder? Das tut er tatsächlich und ich bin ein Zeuge solcher Wunder, obwohl ich es ihn nicht oft habe tun sehen. Ich habe auch falsche Zeugnisse gehört, etliche von ihnen, die von den geldgierigen falschen Gottesdienern kommen, die um des Ruhmes und des Gewinnes willen ihre schamlose Freude an den Massen von törichten und naiven „Gläubigen“ haben, die darauf hereinfallen. Hinn und Popoff sind klassische Beispiele.

Ich habe erlebt, wie Gott Gläubige von ernsthaften Verletzungen geheilt hat, die sie sich als Gläubige zugezogen hatten. Er bewies damit diesen Personen seine Gegenwart, Souveränität, Macht, Liebe und Treue, setzte sich mit ihrem Unglauben auseinander und wirkte dem Einfluss der ungläubigen, religiösen Lehren und Praktiken von Menschen entgegen.

Ich muss auch sagen, dass Gott meine Verletzungsleiden gemildert und nur den Grad übrig gelassen hat, der nötig ist und es mir somit erlaubt hat, trotz des Ausmaßes meiner Verletzungen am Hals und am Bein einen normalen Lebensstil zu führen. Er hat diese Verletzungen definitiv zum Guten genutzt und mich durch die damit verbundenen Beschwerden gezüchtigt und geformt; und somit bin ich durch sie gesegnet worden, genauso wie Paulus von seinem Pfahl im Fleisch profitiert hat, einem Botschafter Satans, der ihn um der Demut willen peinigte. Außerdem hat mein gebrochenes Bein meine geistliche Reise zu ihm ausgelöst, so dass ich erkenne, wie unsere größten „Flüche“ unsere größten Segnungen sein können.

Ich bin mit 27 Jahren gläubig geworden. Nur ein paar Monate nach meiner Bekehrung wurde mir mein Blinddarm entfernt. Du fragst vielleicht: „Weshalb hattest du ein Blinddarmproblem als Gläubiger, wenn du doch an Heilung glaubst?“ Das Blinddarmproblem war ein Zustand, der aus Jahren des Missbrauchs als Nichtgläubiger resultierte; ich lebte zur Zeit meiner Bekehrung immer noch in Unwissenheit über Ernährung und richtige Gesundheitsvorsorge und war mir der Verfügbarkeit von Gottes Heilung noch nicht bewusst; niemand den ich kannte glaubte an Heilung und ich wurde nicht darüber gelehrt. „Mein Volk geht zugrunde aus Mangel an Erkenntnis.“

Ich hatte auch viele Löcher in den Zähnen bevor ich gläubig wurde, die sich danach beträchtlich reduzierten, doch meine Löcher und Füllungen verschwanden nicht. Und über drei Jahrzehnte trug ich 13 Amalgamfüllungen (Quecksilber) in meinem Mund. Quecksilber, so wurde mir gesagt, ist eine der giftigsten Substanzen, die dem Menschen bekannt ist. In meiner Unwissenheit trug ich Tag und Nacht ein schreckliches Gift in meinem Mund.

Wir waren auch als Kinder geimpft worden, wobei es sich buchstäblich um die Injektion von Gift in die Blutbahn handelt, was entsetzliche, oft katastrophale Auswirkungen wie Autismus oder sogar den Tod haben kann. Wir können den Konsequenzen von Irrtümern und Fehlern aus Unwissenheit nicht entkommen, obwohl für mich kein Zweifel daran besteht, dass Gott Unwissenheit berücksichtigt. Die Bibel sagt folgendes:

„Es soll einerlei Gesetz gelten, wenn jemand aus Versehen etwas tut, sowohl für den Einheimischen unter den Kindern Israel als auch für den Fremdling, der unter euch wohnt. Wenn aber eine Seele aus Frevel etwas tut (es sei ein Einheimischer oder ein Fremdling) so lästert sie den Herrn; solche Seele soll ausgerottet werden mitten aus ihrem Volk.“ (4. Mose 15:29-30).

Die einstigen Gifte müssen entsorgt werden. Das braucht Zeit.

Wo wir von Unwissenheit und ihren Konsequenzen sprechen: Ernährung und Umwelt spielen eine bedeutende Rolle in unserer Gesundheit. Obwohl wir nicht willentlich und bewusst gegen Gott sündigen, sündigen wir dennoch. Und wenn wir das tun, ernten wir die Konsequenzen.

Viele, die ihren Glauben an Christus bekennen, führen ein unbekümmertes, unverantwortliches, religiöses, selbstgerechtes, unwissendes Leben. Sie meinen, besser zu sein als die Welt und gehen doch zusammen mit der Welt zugrunde weil sie in vielerlei Hinsicht denken und handeln wie die Welt. Sie schänden sich selbst, ihre Angehörigen, ihre Tiere und ihre Umwelt direkt oder indirekt auf vielerlei Weise (indem sie destruktive Praktiken unterstützen). Es steht geschrieben, dass Gott diejenigen vernichtet, die die Erde vernichten (Offenbarung 11:18). Lies Christian Physical Diet.

Noch einmal: uns wird nicht „die Weste rein gewaschen“ im Hinblick auf die Konsequenzen vergangener Sünden, zumindest nicht sofort, wenn überhaupt in diesem Leben. Vergleiche Erlösung mit dem Schließen einer Fabrik, die Gifte ausgestoßen hat und dem Einrichten einer neuen, sauberen. Die einstigen Gifte müssen entsorgt werden und bis sie entfernt sind, leiden die Umwelt und diejenigen, die ihnen ausgesetzt sind. Das braucht Zeit. Doch diejenigen, die diese Wahrheit als Entschuldigung für ihre fortwährenden Krankheiten heranziehen, sollen wissen, dass Gott vom Zeitpunkt des Glaubens und des Gehorsams an immer Verbesserung und Fortschritt schenkt.

Es gibt noch weitere Punkte im Hinblick auf Leiden und Tragödien, die zumindest im entfernten Zusammenhang zu diesem Thema der Heilung stehen. Lasst uns einige Fragen beantworten:

Selbstmord

Was ist mit dem Tod durch Selbstmord? Ist er jemals gerechtfertigt? Die Antwort lautet „Nein!“ Während ich als wahrer Gläubiger meinen Willen weder persönlich noch demokratisch als Wähler jenen aufzwingen werde, die ihren eignen Kurs in dieser Angelegenheit bestimmen wollen, weiß ich, dass die eine realisierbare Option für jeden darin besteht, Gott zu suchen und zwar auf die Art und Weise, die ich oben ausgeführt habe, egal worunter er leidet. Und Gott wird für alles sorgen, was in jedweder Situation notwendig ist, egal wie gewaltig die Not ist.

(Lies On the Question of Suicide.)

Es fällt weder ein Sperling noch ein Haar zu Boden ohne Gottes Zustimmung.

Verletzung und Tod durch Unfall

Es gibt keine Unfälle. Meine Skiverletzung war kein Unfall. Ich war ein Narr, übergewichtig und betrunken, und habe versucht, andere zu beeindrucken. Stolz war mein Gewand. Ich habe es innerlich und äußerlich getragen. Und so bin ich gestürzt, wie es allen Stolzen früher oder später ergeht. Es fällt weder ein Sperling noch ein Haar zu Boden ohne Gottes Zustimmung:

„Verkauft man nicht fünf Sperlinge um zwei Pfennige? Und nicht ein einziger von ihnen ist vor Gott vergessen. Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.“ (Lukas 12:6-7).

Wir hatten eine Freundin, deren Schwiegervater bei einem Traktorunfall starb. Als ich ihr sagte, dass er nicht ohne Grund gestorben sei und dass er kein Leben geführt habe, das dem Herrn gefallen hat und nicht geradewegs „in die Arme von Jesus“ gegangen ist (was für fleischliche Fantasien bekennende Christen doch haben!), obwohl er vorgab, gläubig zu sein, brach sie jegliche Beziehung mit uns ab. (Das ist ein beispielhaftes „Liebe deine Feinde“, nicht wahr?)

Unsere Sünden, nicht Schicksal oder Zufall oder Dämonen oder Fehler oder defekte Traktoren oder verschreckte Pferde oder betrunkene Autofahrer oder irgendwelche anderen Dinge führen zu verfrühtem Tod oder Tod durch Unfall.

Wir bekommen in allen Fällen nur das, was wir brauchen oder verdient haben oder Gott hat nicht mehr alles unter Kontrolle und wir sind einem launischen Universum ausgeliefert.

Unsere Sünden töten andere. Die Sünden anderer töten uns. „Kein Mensch ist eine Insel für sich allein.“ Letztendlich gibt es so etwas wie ein unschuldiges Erleiden von Konsequenzen nicht.

Verfrühter Tod

Abgesehen von dem enormen Privileg des Märtyrertodes möchte Gott, dass wir ein erfülltes und dynamisches Leben haben, voll an Jahren, wenn auch nicht unbedingt mit dem Wohlstand dieser Welt im Überfluss. Alle Bedürfnisse werden komfortabel erfüllt. Doch vorzeitiger Tod, wodurch auch immer, ist nicht die Norm, ist nicht natürlich und ist nicht der Wille Gottes, außer im Fall einer Notwendigkeit, die durch etwas verursacht wurde, das nicht richtig war.

Ich habe einen (leiblichen und geistlichen) Bruder Anfang zwanzig an Leukämie verloren. Wochen nach seinem Tod sagte mir der Herr, dass er ihn fortnehmen musste weil er nicht bereit war, einen Bruch mit der Welt zu vollziehen. Monate später schickte er eine Frau zu mir, die ich nicht kannte, die Worte sprach, die bestätigten, was der Herr mir gesagt hatte.

„Ich werde ihn sättigen mit langem Leben und ihn schauen lassen mein Heil.“ (Psalms 91:16).

Und die Weisheit sagt: „Mein Sohn, vergiss meine Lehre nicht, und dein Herz bewahre meine Gebote! Denn sie werden dir Verlängerung der Tage und Jahre des Lebens und viel Frieden bringen. Gnade und Wahrheit werden dich nicht verlassen! Binde sie um deinen Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens, so wirst du Gunst und Wohlgefallen erlangen in den Augen Gottes und der Menschen.“ (Sprüche 3:1-4).

Solche Schrecken auf Erden sind die Resultate von Sünde.

Was ist mit dem Tod von Kindern, einem Leben, das abgeschnitten wird noch bevor es beginnt? Wir wissen, dass ein Baby noch nichts gehört oder gewusst hat, wodurch es aufgrund von Ungehorsam leiden sollte. Es ist daher das Resultat der Sünden der Mütter und Väter oder deren Vorfahren.

Hast du beispielsweise während deiner Schwangerschaft geraucht und getrunken, Mutter? Gab es Ehebruch oder andere Sünden in deinem Leben bevor du das Kind hattest, so wie bei David? Was für eine ernste Angelegenheit Sünde doch ist! Jeder muss aufmerksam sein! Solche Schrecken auf Erden sind die Resultate von Sünde.

Doch Gott hat Erbarmen mit den Bußfertigen und stellt auf die eine oder andere Weise wieder her. Das hat er schon oft getan. Daher werden Männer Gottes gesandt um Buße zu predigen. Sie, die von Gott vorbereitet sind, kennen den Schmerz und das Leid aus erster Hand. Höre, was ein Mann Gottes (mit dem untreuen Volk Gottes kämpfend) gesagt hat, der in seinem Leben wegen seiner eigenen und der Sünden anderer gelitten hat:

„Verflucht sei der Tag, da ich geboren bin; der Tag, an welchem mich meine Mutter zur Welt gebracht hat, sei nicht gesegnet! Verflucht sei der Mann, der meinem Vater die frohe Botschaft gebracht hat: «Dir ist ein Knabe geboren, freue dich!» Diesem Mann ergehe es wie den Städten, welche der Herr umgekehrt hat, ohne dass es ihn reute; lass ihn Geschrei hören am Morgen und Kriegslärm zur Mittagszeit; weil er mich nicht im Mutterschoß tötete, so dass meine Mutter mein Grab geworden und sie ewig schwanger geblieben wäre! Warum bin ich doch aus dem Mutterschoß hervorgegangen, um Mühsal und Kummer zu sehen und dass meine Tage in Schande vergehen?“ (Jeremia 20:14-18)

Märtyrertum

Diejenigen, die sterben oder in welcher Form auch immer für Christus und das Evangelium leiden, leiden natürlich nicht aufgrund von Sünde, sondern gegen Sünde, obwohl sie durch die Dinge, die sie erleiden, Gehorsam lernen, genau wie der Herr selbst. Es gibt ein gutes Leiden für Gott, an dem er Wohlgefallen hat:

„Der in den Tagen seines Fleisches, da er sowohl Bitten als Flehen dem, der ihn aus dem Tod zu erretten vermochte, mit starkem Geschrei und Tränen dargebracht hat, und um seiner Frömmigkeit willen erhört worden ist, obwohl er Sohn war, an dem, was er litt, den Gehorsam lernte.“ (Hebräer 5:7-8).

„Kostbar ist in den Augen des Herrn der Tod seiner Frommen.“ (Psalm 116:15).

Verfolgung?

Es gibt eine Verfolgung, die uns ereilt weil wir Gott lieben. Wie Paulus an Timotheus schreibt:

„Du aber bist mir nachgefolgt in der Lehre, in der Lebensführung, im Vorsatz, im Glauben, in der Langmut, in der Liebe, in der Geduld, in den Verfolgungen, in den Leiden, wie sie mir in Antiochia, in Ikonium und Lystra widerfahren sind. Solche Verfolgungen habe ich ausgehalten, und aus allen hat mich der Herr errettet! Und alle, die gottselig leben wollen in Christus Jesus, müssen Verfolgung leiden.“ (2. Timotheus 3:10-12).

Wenn wir Züchtigung vom Herrn demütig annehmen, bewegt ihn das.

Es gibt auch eine Verfolgung, die uns ereilt weil wir Gott nicht lieben, obwohl es so scheint oder wir es vorgeben, womit wir andere täuschen, aber nicht Gott:

„Denn vor diesen Tagen trat Theudas auf, der sich für etwas Großes ausgab und dem eine Anzahl Männer, etwa vierhundert, anhing; der wurde erschlagen, und alle, die ihm folgten, zerstreuten sich und wurden zunichte. Nach diesem trat Judas, der Galiläer, in den Tagen der Schatzung auf und brachte unter seiner Führung viel Volk zum Abfall; und auch er kam um, und alle, die ihm folgten, wurden zerstreut.“ (Apostelgeschichte 5:36-37).

Die große Wichtigkeit von Danksagung und Lob Gottes für alles

Eines habe ich all diesen Dingen noch hinzuzufügen und es ist höchst wichtig. Ich habe ein weiteres Geheimnis des Lebens entdeckt. Wenn wir Züchtigung des Herrn demütig annehmen und uns ohne Klagen oder Widerstand seiner Zuchtrute unterwerfen, bewegt ihn das wie zu keinem anderen Zeitpunkt. Mehr noch: wenn wir ihm für seine Züchtigungen Dank und Lob darbringen können, in welcher Form auch immer sie kommen, nimmt er die Ketten von unseren Gliedern und wird die Erde erschüttern um die Gefängnistüren zu unserer Freilassung zu öffnen. Es steht geschrieben:

„Die Gott wohlgefälligen Opfer sind ein zerbrochener Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht verachten.“ (Psalm 51:19).

Wenn wir Gott für alle Dinge danken und ihn loben, gehört uns der Sieg:

„Wer Dank opfert, der ehrt mich, und wer den Weg bahnt, dem zeige ich Gottes Heil.“ (Psalm 50:23).

Es ist wichtig, zu wissen, dass selbst Krankheit und Verletzungen zum Guten dienen. Wie das Wort Gottes sagt:

„Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Besten mitwirkt, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“ (Römer 8:28).

Wie die Bibel sagt:

„Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch.“ (1. Thessalonicher 5:18).

Da habe ich dir die Geheimnisse zu jedem Erfolg gegeben. Durch seine Gnade wirst du sie für dich haben und es wird dir nicht nur selbst gut gehen, sondern allen, die glauben, weil gesagt ist:

„Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.“ (1. Korinther 12:26).

Wenn du verlierst, verlieren wir; wenn du gewinnst, gewinnen wir. Daher predigen wir nicht nur um deinetwillen und für den Herrn, sondern auch für uns selbst. Weshalb sollten wir unnötig und unendlich leiden?

Ernsthaft für den Glauben von Substanz kämpfend, den Glauben mit sicherer Hoffnung, den Glauben, der belohnt, tröstet und heilt.

Victor Hafichuk

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